
Symbolbild Zivilfahnder im Einsatz © Lokalbüro
Nach mehreren Festnahmen in den vergangenen Tagen warnt die Düsseldorfer Polizei erneut eindringlich vor einer Betrugsmasche, bei der Täter mit sogenannten Störsendern in hochwertige Fahrzeuge eindringen. Erst am vergangenen Mittwoch nahmen Ermittler auf der Königsallee drei weitere Tatverdächtige fest.
Drei Männer auf der Kö auf frischer Tat ertappt
Bei den Festgenommenen handelt es sich um drei Männer georgischer Staatsangehörigkeit im Alter von 49, 52 und 54 Jahren. Sie sollen sich mithilfe eines elektronischen Störsenders Zugang zu teuren Autos verschafft haben. Die Beamten trafen das Trio auf frischer Tat an und stellten neben Bargeld auch zwei sogenannte „Jammer” sicher – Geräte, mit denen Funksignale von Autoschlüsseln blockiert werden können. Bereits am Dienstag zuvor waren zwei weitere mutmaßliche Täter mit derselben Masche ins Netz der Ermittler gegangen.
So gehen die Täter vor
Die Masche funktioniert unauffällig: Drückt ein Autofahrer die Funkfernbedienung, um sein Fahrzeug abzuschließen, unterdrückt der Störsender das Signal – der Wagen bleibt offen, ohne dass der Besitzer es bemerkt. Entfernt sich dieser anschließend vom Fahrzeug, nutzen die Täter die Gelegenheit, um das Auto in aller Ruhe nach Wertsachen zu durchsuchen.
Diese Tipps gibt die Polizei
Um sich vor derartigen Diebstählen zu schützen, rät die Polizei, beim Abschließen stets auf ein optisches Signal des Fahrzeugs zu achten und zur Sicherheit den Türgriff manuell zu kontrollieren. Fenster, Kofferraum und Schiebedach sollten auch bei kurzer Abwesenheit konsequent geschlossen werden. Grundsätzlich gilt zudem: Wertgegenstände gehören nicht sichtbar oder unbeaufsichtigt ins Auto.
Ermittlungen dauern an
Die drei festgenommenen Männer wurden einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft gegen das Trio anordnete. Die Polizei geht weiterhin von einem Zusammenhang mit ähnlichen Taten in der Innenstadt aus, die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.