
Symbolbild © Lokalbüro
Die Stadt Düsseldorf muss insgesamt 193 kranke und abgestorbene Bäume im gesamten Stadtgebiet fällen lassen. Die Maßnahme ist das Ergebnis der städtischen Baumkontrollen und dient der Verkehrssicherheit. Die Fällarbeiten beginnen ab Anfang kommender Woche, in Kalenderwoche 40. Vorab werden die betroffenen Bäume noch auf besetzte Bruthöhlen und Nester untersucht.
Von den 193 Bäumen stehen 127 an Straßen, 66 weitere befinden sich in städtischen Grünanlagen. 136 Bäume sind bereits abgestorben, bei 25 weiteren ist der Absterbeprozess bereits fortgeschritten. Bevor die Sägen zum Einsatz kommen, informiert die Verwaltung Anwohner und Passanten mit Banderolen an den betroffenen Bäumen. Zusätzlich kündigt die Stadt die Fällungen vorab über Düsseldorf Maps unter maps.duesseldorf.de in der Themenkategorie Baumbestand an, auch die jeweilige Bezirksvertretung wird informiert.
Münchener Straße und Hellerhofweg besonders betroffen
Den größten Einzelposten bilden 47 Bäume an der Münchener Straße. 45 von ihnen sind abgestorben, zwei weitere leiden an der Rußrindenkrankheit. Diese durch einen Pilz ausgelöste Krankheit befällt vor allem Ahornarten und tritt vermehrt in Folge des Klimawandels auf, da Bäume durch hohe Temperaturen und anhaltende Trockenperioden zusätzlich unter Stress geraten und dadurch anfälliger werden.
Am Hellerhofweg müssen insgesamt 21 Bäume weichen, davon sind 18 abgestorben und drei weitere von der Rußrindenkrankheit befallen. Im Hofgarten betrifft es acht Bäume: Zwei sind bereits abgestorben, fünf weitere befinden sich im Absterbeprozess, ein Baum ist von einem Pilz befallen. Auf dem Friedhof Stoffeln stehen sieben Fällungen an. Fünf der Bäume sind abgestorben, ein weiterer ist absterbend, ein zusätzlicher Baum ist an der Rußrindenkrankheit erkrankt.
Neupflanzungen an möglichst vielen Standorten geplant
Die Stadt will nach eigenen Angaben möglichst viele der frei werdenden Standorte wieder bepflanzen. Für die Nachpflanzung von Straßenbäumen setzt die Verwaltung sogenannte Umlaufverfahren an. Dabei prüfen unter anderem die Netzgesellschaft, der Stadtentwässerungsbetrieb und die Telekom, wie nahe Leitungstrassen am jeweiligen Baumstandort verlaufen. Auch notwendige Abstände zu Verkehrsanlagen sowie brandschutztechnische Vorgaben müssen berücksichtigt werden.
In Düsseldorf laufen derzeit bereits die Vorbereitungen für die kommende Pflanzsaison. Bis zum Frühjahr 2027 will die Stadt rund 1.500 neue Bäume setzen und damit trotz zusätzlicher Herausforderungen – etwa durch laufende Kampfmittelabfragen – das hohe Pflanzniveau der vergangenen Jahre halten.