Backstreet Boys in Düsseldorf: Fans zwischen Begeisterung und Vergleich mit Las Vegas

Dichtes Gedränge vor der Merkur Spiel-Arena: Die Fans, viele in Weiß, warteten am Einlass auf den Zugang zu Golden Circle und Stehplatz Innenraum.
Seit dem 25. September spielen die Backstreet Boys an zehn Abenden in der Merkur Spiel-Arena, und die Fans prägen seither das Stadtbild. Viele von ihnen warten täglich vor dem Breidenbacher Hof und in der Innenstadt hinter Absperrungen und Flatterband. Das Lokalbüro war in den vergangenen Tagen jeden Tag vor Ort und hat mit ihnen gesprochen. Das Bild, das sich daraus ergibt: Die Stimmung ist gut, die Begeisterung für die Band groß, doch es gibt auch Kritik.
Viele haben Karten für alle zehn Konzerte
Auffällig ist, wie viele Fans sich Tickets für sämtliche zehn Vorstellungen gesichert haben. Sie reisen teils von weit her an und verbringen die Tage rund um die Konzerte in der Stadt. Manche haben die Show zuvor bereits in Las Vegas gesehen und können daher vergleichen, andere sind zum ersten Mal dabei.
Lob für die Show, Kritik am SchlussDie Fans beschreiben die Abende überwiegend als gelungen. Besonders schätzen sie die Nähe zur Band, die sich nicht auf die Hauptbühne beschränkt, sondern verschiedene Bereiche der Arena bespielt. Auch die Songauswahl und die Atmosphäre im Stadion kommen gut an. Einige finden das Bühnenbild allerdings eher schlicht. Bemängelt wird außerdem, dass das Konzert nach knapp zwei Stunden ohne Zugabe endet. Das kommt bei manchem im Publikum abrupt an.
Lange Wartezeiten am EinlassDeutlicher wird die Kritik beim Drumherum. Fans berichten von langen Wartezeiten beim Einlass und vor dem Pop-up-Store. Vor der Arena staut sich die Menge, und nicht immer ist sofort klar, wo sich welche Ticketkategorie anstellen muss. Hinweisschilder verweisen auf getrennte Bereiche für Golden Circle und Stehplätze im Innenraum.
Las Vegas hat für sie die Nase vorn
Wer die Show schon in Las Vegas gesehen hat, ist sich weitgehend einig: Dort ist sie noch besser, und die Atmosphäre war entspannter. Auch beim Pop-up-Store fällt das Urteil ähnlich aus. Der Düsseldorfer Store ist nach Meinung der Fans gut gemacht, der in den USA aber noch ein Stück besser und größer, mit mehr ausgestellten Requisiten. Bei den Preisen hatten viele gehofft, dass sie in Deutschland etwas niedriger liegen würden als in Las Vegas. Nach ihren Angaben sind sie hier aber genauso hoch.
Sieben Konzerte stehen noch aus. Am heutigen Dienstag folgt der vierte Abend, danach spielt die Band am 30. September sowie am 2., 3., 4., 6. und 7. Oktober.