Neues Zuhause für die Zauneidechse: Stadt legt Biotop auf dem Waldfriedhof Gerresheim an

Symbolbild Kapelle des Gerresheimer Waldfriedhofs Foto LB / Olaf Oidtmann
Die Landeshauptstadt Düsseldorf will den Artenschutz im Osten der Stadt voranbringen. Auf einer rund 1.650 Quadratmeter großen Fläche des Waldfriedhofs Gerresheim entsteht ein neuer Lebensraum für die streng geschützte Zauneidechse. Die Maßnahme gehört zum städtischen Biodiversitätskonzept. Die Arbeiten beginnen am Mittwoch, 30. September.
Steine, Sand und Blühwiese
Auf einem Hangbereich des Friedhofs schafft die Stadt strukturreiche Lebensräume aus Natursteinen, Sandflächen und einer Blühwiese. „Der Schutz der biologischen Vielfalt beginnt vor Ort. Das neue Zauneidechsenhabitat ist ein weiterer wichtiger Baustein dafür und trägt dazu bei, wertvolle Lebensräume für heimische Arten langfristig zu sichern“, sagt Umweltdezernent Jochen Kral.
Gartenamtsleiterin Doris Törkel erläutert das Konzept: Die Natursteine und Sandflächen böten der Zauneidechse Verstecke und Sonnenplätze. Die Blühwiese verbessere zugleich das Nahrungsangebot für Insekten, von denen sich die Reptilien ernähren. „So entsteht auf dieser Fläche ein vielfältiger Lebensraum“, betont Törkel.
Trittstein zwischen zwei LebensräumenDas neue Habitat soll als sogenanntes Trittsteinbiotop dienen. Es liegt zwischen einem bereits bestehenden Zauneidechsenbiotop auf den Gerresheimer Höhen und der südlich verlaufenden Bahntrasse und soll die Verbindung zwischen den Lebensräumen verbessern. Darüber hinaus sollen die Tiere dort dauerhaft heimisch werden und sich im Idealfall auch fortpflanzen.
Einschränkungen auf dem Parkplatz
Während der Bauzeit wird ein Teil des Parkplatzes am oberen Zugang des Waldfriedhofs für die Baustelleneinrichtung gesperrt. Hinter dem Schild für den Sammelplatz fallen 13 Stellplätze weg, zudem nimmt der Baustellenverkehr vorübergehend zu. Der Zugang zum Friedhofsgelände bleibt für Besucherinnen und Besucher jederzeit möglich, auch der Durchgang im Bereich der Baustelle bleibt bestehen.
Die Arbeiten dauern voraussichtlich vier Wochen. Die Stadt bittet die Besucher des Waldfriedhofs um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen.