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Grundsteinlegung in Flingern: Düsseldorf baut neues Gymnasium für 1.000 Schüler

Legten den Grundstein für das Gymnasium Heinzelmännchenweg: Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller (m.), Stadtdirektor Burkhard Hintzsche (l.) und Kai Ißler, Vertreter der Schule. © Landeshauptstadt Düsseldorf/Claus Langer

Leg­ten den Grund­stein für das Gym­na­sium Hein­zel­männ­chen­weg: Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler (m.), Stadt­di­rek­tor Burk­hard Hintzsche (l.) und Kai Ißler, Ver­tre­ter der Schule. © Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf/Claus Langer

 

Für rund 100 Mil­lio­nen Euro ent­steht in Flin­gern-Nord ein neues Gym­na­sium. Im Bei­sein von Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler wurde am Diens­tag, 29. Sep­tem­ber 2026, der Grund­stein für das Gym­na­sium Hein­zel­männ­chen­weg gelegt. Die vier­zü­gige Schule mit Drei­feld­sport­halle soll künf­tig Platz für rund 1.000 Schü­le­rin­nen und Schü­ler bieten.

Neuer Lern­ort im Quar­tier Grafental
Kel­ler sprach von einem moder­nen Lern- und Lebens­ort, an dem junge Men­schen beste Bedin­gun­gen für ihre schu­li­sche und per­sön­li­che Ent­wick­lung vor­fän­den. Mit ihrer beson­de­ren Archi­tek­tur und dem zeit­ge­mä­ßen Raum­kon­zept füge sich die Schule opti­mal in die Ent­wick­lung des Quar­tiers Gra­fen­tal ein. Sie sei eine wich­tige Ergän­zung für den Stadt­teil und ein neuer Ort für Bil­dung, Begeg­nung und Gemeinschaft.

Die Räume ent­ste­hen in zeit­ge­mä­ßen Clus­tern mit Mul­ti­funk­ti­ons­flä­chen und wer­den durch moderne natur­wis­sen­schaft­li­che Fach­räume ergänzt. Der Neu­bau erhält zudem eine Mensa für die Mit­tags­ver­pfle­gung im Schul­ge­bäude sowie ein mul­ti­funk­tio­na­les Sport­hal­len­ge­bäude mit Foyer für Veranstaltungen.

Schul­hof mit Bas­ket­ball, Klet­tern und Calisthenics
Der Schul­hof wird unter ande­rem mit „Inseln” für Bas­ket­ball, Klet­tern und Calis­the­nics aus­ge­stat­tet. Das Dach der Sport­halle wird begeh­bar sein und als wei­tere Pau­sen­hof­flä­che Raum für Fuß­ball und Street­ball bie­ten. Auf dem Schul­ge­bäude ent­steht ein grü­nes Klas­sen­zim­mer. Die übrige Dach­flä­che wird mit Pho­to­vol­taik-Modu­len belegt und trägt, ebenso wie die Fas­sa­den, mit einer inten­si­ven Begrü­nung zur Bio­di­ver­si­tät am Stand­ort bei. Als öko­lo­gi­schen Aus­gleich für die ver­sie­gel­ten Grün­flä­chen wer­den still­ge­legte Teile des Ger­res­hei­mer Wald­fried­hofs renaturiert.

Schutz vor Lärm und Erschüt­te­run­gen der Bahn
Eine Beson­der­heit ist die Bau­weise: Das Gebäude steht auf Stahl­fe­der­ele­men­ten, die Erschüt­te­run­gen der benach­bar­ten Bahn­trasse aus­glei­chen sol­len. Eine schall­schlu­ckende Fas­sade soll zusätz­lich den Lärm der Züge min­dern. Zwei öffent­li­che Wege wer­den den Schul­hof que­ren und die Ein­bin­dung des Stand­or­tes in das Umfeld erleichtern.

Bis­lang unter­ver­sorg­ter Stadtraum
Stadt­di­rek­tor und Schul­de­zer­nent Burk­hard Hintzsche betonte die Bedeu­tung des Vor­ha­bens für die Schul­land­schaft. Es ent­stehe ein gänz­lich neuer Schul­stand­ort in Flin­gern-Nord im Stadt­be­zirk 2, unmit­tel­bar angren­zend an Ger­res­heim im Stadt­be­zirk 7. Damit werde ein bis­lang mit Gym­na­si­al­ka­pa­zi­tä­ten unter­ver­sorg­ter Teil Düs­sel­dorfs nach­hal­tig ein­ge­bun­den. Jedem Kind mit Gym­na­si­al­wunsch könne wei­ter­hin ein Platz garan­tiert wer­den. Zudem wür­den zahl­rei­che Schul­wege kür­zer, die Zahl der Ableh­nun­gen im ers­ten und zwei­ten Anmel­de­durch­lauf sinke wei­ter, und per­spek­ti­visch könne die durch­schnitt­li­che Klas­sen­größe an den Gym­na­sien der Stadt ver­rin­gert werden.

Schule im Auf­bau bereits gestartet
Das neu gegrün­dete Gym­na­sium hat den Betrieb als Schule im Auf­bau bereits zum lau­fen­den Schul­jahr auf­ge­nom­men, und zwar in freien Räu­men der Tho­mas-Edi­son-Real­schule, etwa einen Kilo­me­ter vom künf­ti­gen Grund­stück ent­fernt. Der Auf­bau beginnt mit der Jahr­gangs­stufe fünf, alle ver­füg­ba­ren Plätze wur­den im Anmel­de­ver­fah­ren nach­ge­fragt. Der erste Jahr­gang legt im Schul­jahr 2034/35 das Abitur ab, dann wird auch die Voll­aus­las­tung des Stand­or­tes erreicht sein.

Die Fer­tig­stel­lung des Gebäu­des und der Umzug an den Hein­zel­männ­chen­weg sind zum Schul­jahr 2028/29 geplant. Die Kos­ten für das Bau­pro­jekt ein­schließ­lich Aus­stat­tung und Inven­tar lie­gen bei rund 100 Mil­lio­nen Euro.

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