Blick auf die Bischhofsmütze © Lokalbüro
Rund um Filzmoos gibt es Almen die zum verweilen einladen © Lokalbüro
Blick auf die Bischhofsmütze © Lokalbüro

Es war bereits die dritte Reise unse­res Lokal­bü­ros nach Filz­moos – und jedes Mal wächst einem die­ses kleine Berg­dorf im Salz­bur­ger Pon­gau ein Stück mehr ans Herz. Anlass war erneut die UNICEF Bene­fiz Musik Gala, die all­jähr­lich im August inter­na­tio­nale Künst­ler nach Filz­moos lockt und deren Rein­erlös dem Kin­der­hilfs­werk der Ver­ein­ten Natio­nen zugu­te­kommt. Am 19. August 2026 fand die Bene­fiz-Gala bereits zum 36. Mal statt. Doch wer nach Filz­moos reist, erlebt weit mehr als nur einen beson­de­ren Konzertabend.

Ein­ge­bet­tet zwi­schen der mar­kan­ten Bischofs­mütze und dem mäch­ti­gen Dach­stein-Tau­ern-Mas­siv liegt der Ort auf gut 1.000 Metern Höhe. Rund 1.500 Men­schen leben hier. Was Filz­moos beson­ders macht, ist die Mischung aus impo­san­ter Berg­welt, über­schau­ba­rem Dorf­le­ben, geleb­ter Tra­di­tion und einer bemer­kens­wer­ten Viel­falt an Freizeitmöglichkeiten.

Touristikchef Peter Donabauer © Lokalbüro

Wer die Zeit fin­det, eine der zahl­rei­chen Hüt­ten rund um das Dorf zu besu­chen, weiß schnell, warum viele Gäste immer wie­der­kom­men. Auf den Almen war­ten nicht nur herr­li­che Aus­bli­cke, son­dern auch regio­nale Spe­zia­li­tä­ten und haus­ge­machte Pro­dukte. Beson­ders reiz­voll ist das Gebiet rund um die Unter­hof- und Ober­hof­alm. Von dort ist auch der Alm­see in etwa 15 Minu­ten zu errei­chen. Rund um den See befin­den sich beson­dere Kraft­plätze, dar­un­ter der „Hoch­zeits­platz“ und der „Platz der Dankbarkeit“.

Mit der Gon­del hoch hin­aus
Ein beson­de­res Erleb­nis ist die Fahrt mit der Papa­geno-Gon­del­bahn, die direkt vom Orts­zen­trum hin­auf auf den Ross­brand führt. In rund zehn Minu­ten geht es bequem in die Höhe. Schon wäh­rend der Fahrt öff­nen sich immer wie­der beein­dru­ckende Bli­cke auf Filz­moos, die Bischofs­mütze und den Dach­stein. Oben ange­kom­men, war­tet auf rund 1.600 Metern eines der schöns­ten Pan­ora­men der Region: Bei guter Sicht reicht der Blick über mehr als 150 Alpengipfel.

Der Ross­brand ist dabei weit mehr als ein Aus­sichts­punkt. Rund um die Berg­sta­tion begin­nen zahl­rei­che Wan­der­wege, die zu Almen und Hüt­ten füh­ren. Wer es gemüt­li­cher ange­hen möchte, kann bei­spiels­weise zur Rad­städ­ter Hütte wan­dern oder auf einer der umlie­gen­den Almen ein­keh­ren. Der Ross­brand ist damit ein idea­les Ziel für Wan­de­rer, Fami­lien und alle, die die Berg­welt genie­ßen möch­ten, ohne gleich eine anspruchs­volle Gip­fel­tour unter­neh­men zu müssen.

Auch im Win­ter ist der Ross­brand ein beson­de­res Erleb­nis. Auf einer Höhe zwi­schen 1.600 und 1.800 Metern gibt es eine Höhen­loipe mit klas­si­schen und Ska­ting-Spu­ren, Win­ter­wan­der­wege und Mög­lich­kei­ten zum Schnee­schuh­wan­dern. Die Höhen­loipe bie­tet dabei ein beein­dru­cken­des 360-Grad-Panorama.

Wan­der­dorf mit vie­len Mög­lich­kei­ten
Filz­moos ist als öster­rei­chi­sches Wan­der­dorf zer­ti­fi­ziert und bie­tet ein weit­ver­zweig­tes Netz mar­kier­ter Wan­der­wege. Dabei reicht das Ange­bot von gemüt­li­chen Spa­zier­gän­gen und Fami­li­en­wan­de­run­gen bis zu anspruchs­vol­len Berg­tou­ren. Wer nicht die kom­plette Stre­cke zu Fuß zurück­le­gen möchte, kann auf ver­schie­dene Ange­bote wie den Fidi­bus-Wan­der­bus, den Alm-Shut­tle oder die Papa­geno-Gon­del­bahn zurück­grei­fen. Auch Pfer­de­kut­schen gehö­ren zum Mobi­li­täts­an­ge­bot rund um die Almen.

Für Fami­lien gibt es spe­zi­elle Kin­der­wan­der­wege und Erleb­nis­rou­ten. Dazu gehö­ren bei­spiels­weise der UNICEF-Her­zerl­weg, Bärtl’s Fami­li­en­wan­der­weg, der Holz­fi­gu­ren­weg und der Natur­er­leb­nis­weg an der Bach­lalm. Damit zeigt sich Filz­moos auch abseits der gro­ßen Gip­fel aus­ge­spro­chen familienfreundlich.

Ein Para­dies für Klet­te­rer
Was viele Besu­cher zunächst viel­leicht nicht erwar­ten: Filz­moos gehört zu den bedeu­ten­den Klet­ter­re­gio­nen im Salz­bur­ger Land. Rund 300 Klet­ter­rou­ten gibt es in der Region. Beson­ders bekannt ist der Gos­au­kamm mit sei­nen alpi­nen Anstie­gen und Sport­klet­ter­rou­ten ver­schie­de­ner Schwierigkeitsgrade.

Eine zen­trale Rolle spielt dabei die Hof­pürgl­hütte auf 1.705 Metern Höhe am Fuß der Bischofs­mütze. In ihrer Umge­bung befin­det sich Salz­burgs größ­ter Klet­ter­gar­ten. Selbst ein Indoor-Bould­er­raum und Klet­ter­wände gehö­ren zum Ange­bot der Hütte. Für Ein­stei­ger wer­den zudem Schnup­per­kurse und geführte Klet­ter­tou­ren angeboten.

Die Bischofs­mütze selbst ist mit 2.454 Metern das mar­kante Wahr­zei­chen von Filz­moos. Der schroffe Gip­fel prägt das Land­schafts­bild und ist für erfah­rene Berg­stei­ger ein beson­de­res Ziel. Eine Bestei­gung sollte aller­dings nur mit einem Berg­füh­rer erfolgen.

Som­mer, Win­ter – und dazwi­schen
Filz­moos hat sich längst zu einem Ganz­jah­res­ziel ent­wi­ckelt. Im Som­mer ste­hen Wan­dern, Moun­tain­bi­ken, E‑Biken, Klet­tern und das Erleb­nis der Almen im Mit­tel­punkt. Dazu kom­men zahl­rei­che Ver­an­stal­tun­gen und Ange­bote, die den Auf­ent­halt abwechs­lungs­reich machen. Mit der Filz­moos Som­mer Card kön­nen Gäste zudem zahl­rei­che Frei­zeit­an­ge­bote kos­ten­los nut­zen oder erhal­ten Ermäßigungen.

Im Win­ter ver­wan­delt sich das Berg­dorf in ein Win­ter­sport­pa­ra­dies. Das Ski­ge­biet Filz­moos gehört zu Ski amadé und bie­tet bes­tens prä­pa­rierte Pis­ten für Anfän­ger und Fort­ge­schrit­tene. Hinzu kom­men rund 42 Kilo­me­ter Lang­lauf­loi­pen, Win­ter­wan­der­wege, Schnee­schuh­wan­de­run­gen, Ski­tou­ren, Rodel­mög­lich­kei­ten und Eislaufen.

Eine ganz beson­dere Tra­di­tion sind die Pfer­de­schlit­ten­fahr­ten zu den Hof­al­men. Ein­ge­hüllt in warme Decken geht es durch die ver­schneite Land­schaft zur Unter­hof- oder Ober­hof­alm. Im Win­ter sind die Hof­al­men sogar für den Auto­ver­kehr gesperrt und kön­nen zu Fuß, mit dem Pfer­de­schlit­ten oder einem Taxi erreicht werden.

Und Filz­moos kann sogar mit einer unge­wöhn­li­chen Win­ter­sport­art auf­war­ten: Beim japa­ni­schen Schnee­ball­sport Yuki­gas­sen tre­ten Mann­schaf­ten in einem regel­rech­ten Schnee­ball-Wett­kampf gegen­ein­an­der an. Eine kuriose, aber mitt­ler­weile bekannte Beson­der­heit des Ortes.

Frei­zeit auch abseits der Berge
Wer nach einer Wan­de­rung oder einem Aus­flug etwas Ruhe sucht, fin­det auch mit­ten im Ort Mög­lich­kei­ten zur Ent­span­nung. Der Frei­zeit­park Filz­moos bie­tet unter ande­rem Schwimm­be­cken, Sau­na­land­schaft, Frei­bad im Som­mer, Eis­lauf­platz im Win­ter und wei­tere Freizeitmöglichkeiten.

Auch kul­tu­rell und gesell­schaft­lich ist im klei­nen Berg­dorf eini­ges gebo­ten. Platz­kon­zerte, tra­di­tio­nelle Ver­an­stal­tun­gen, Bau­ern­herbst, Alm­ab­triebe und ver­schie­dene Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen gehö­ren zum Jah­res­lauf. Gerade diese Ver­bin­dung aus Natur, Sport, Brauch­tum und Gemein­schaft macht den beson­de­ren Cha­rak­ter von Filz­moos aus.

Ein Berg­dorf mit Herz
Wesent­li­chen Anteil daran, dass sich Gäste in Filz­moos wohl­füh­len, hat auch Tou­ris­mus­di­rek­tor Peter Dona­bauer. Er setzt sich mit sei­nem Team dafür ein, dass der Ort sei­nen ursprüng­li­chen Cha­rak­ter bewahrt und gleich­zei­tig neue Ange­bote ent­wi­ckelt. Gäs­ten begeg­net er stets mit einem offe­nen Ohr für ihre Anlie­gen und Wünsche.

Viel­leicht liegt genau darin das Geheim­nis von Filz­moos: Der Ort ver­sucht nicht, grö­ßer zu wir­ken, als er ist. Statt­des­sen setzt man auf das, was die Region zu bie­ten hat – die Berge, die Almen, die Natur, die Gast­freund­schaft und die Menschen.

Für uns ist Filz­moos des­halb längst mehr als ein Rei­se­ziel. Nach drei Besu­chen fühlt sich das Berg­dorf bei­nahe wie eine zweite Hei­mat an. Man kennt inzwi­schen einige Gesich­ter, freut sich auf bekannte Wege und Hüt­ten und ent­deckt trotz­dem bei jedem Besuch etwas Neues.

Und genau das dürfte einer der Gründe sein, warum man nach Filz­moos nicht nur ein­mal fährt.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zu Filz­moos und den zahl­rei­chen Ange­bo­ten gibt es beim Tou­ris­mus­ver­band Filz­moos.

Blick auf die wunderschöne im Ort gelegene Kirche © Lokalbüro

Blick auf die wun­der­schöne im Ort gele­gene Kir­che © Lokalbüro