Symbolbild Wald © Lokalbüro

Sym­bol­bild Wald © Lokalbüro

 

Der Aaper Wald hat ein neues Aus­flugs­ziel für Natur­freunde bekom­men: Der im Mai 2025 eröff­nete Wald-Klima-Pfad ist jetzt um zahl­rei­che inter­ak­tive Erleb­nis­sta­tio­nen erwei­tert wor­den und gilt damit als voll­stän­dig fer­tig­ge­stellt. Auf der rund 3,8 Kilo­me­ter lan­gen Stre­cke kön­nen Besu­cher jeden Alters den Düs­sel­dor­fer Stadt­wald künf­tig nicht nur erkun­den, son­dern mit allen Sin­nen erfahren.

Wald und Klima im Fokus
Der Lehr­pfad ver­mit­telt anschau­lich, wel­che Rolle der Wald für das Stadt­klima und die Anpas­sung an den Kli­ma­wan­del spielt. An meh­re­ren Sta­tio­nen ent­lang der Route erfah­ren Inter­es­sierte Wis­sens­wer­tes über das Öko­sys­tem Wald, seine Arten­viel­falt und seine Wir­kung auf Tem­pe­ra­tur, Luft­qua­li­tät und Was­ser­haus­halt in der Stadt. Zugleich soll der Pfad für die Her­aus­for­de­run­gen des Kli­ma­wan­dels sen­si­bi­li­sie­ren und auf­zei­gen, wie Wäl­der geschützt und dau­er­haft erhal­ten wer­den kön­nen. Umwelt­de­zer­nent Jochen Kral hob bei der Vor­stel­lung her­vor, wie wich­tig der Stadt­wald für Mensch, Klima und Arten­viel­falt sei, und rief dazu auf, den Aaper Wald mit den neuen Mit­mach-Ange­bo­ten neu zu entdecken.

Neue Sta­tio­nen zum Mitmachen
Die neu hin­zu­ge­kom­me­nen inter­ak­ti­ven Ele­mente laden dazu ein, den Wald spie­le­risch zu erle­ben. Am soge­nann­ten Summ­stein las­sen sich durch eige­nes Sum­men beson­dere Klang­vi­bra­tio­nen am Kör­per spü­ren. Ein Dreh-Wür­fel-Didak­ti­kum ver­mit­telt auf spie­le­ri­sche Weise Infor­ma­tio­nen über Tiere wie Erd­kröte, Was­ser­fle­der­maus oder Klein­specht. Bei der Sta­tion „Was wiegt Holz?“ kön­nen unter­schied­li­che Holz­ar­ten anhand ihres Gewichts mit­ein­an­der ver­gli­chen wer­den. Auch das Hören kommt nicht zu kurz: Am Den­dro­phon erzeu­gen ver­schie­dene Höl­zer wie Robi­nie, Dou­gla­sie oder Kie­fer jeweils eigene Klänge. Ein Natur-Memory for­dert Kon­zen­tra­tion und Gedächt­nis, wäh­rend inter­ak­tive Baum­quiz­ta­feln dazu ein­la­den, hei­mi­sche Baum- und Strauch­ar­ten anhand von Blät­tern, Früch­ten und Knos­pen zu bestimmen.

Ange­bote für Fami­lien und Gruppen
Vor allem für Fami­lien, Schul­klas­sen und grö­ßere Grup­pen bie­tet der Wald-Klima-Pfad viel­fäl­tige Mög­lich­kei­ten zum gemein­sa­men Ler­nen. Ein Wald­klas­sen­zim­mer mit einer gro­ßen Tisch-Bank-Kom­bi­na­tion eig­net sich für Exkur­sio­nen und Unter­richt im Freien. Für Bewe­gung sor­gen zudem eine Sprung­grube, bei der man seine Weite mit der von Maus, Eich­hörn­chen oder Reh ver­glei­chen kann, sowie eine Balan­cier­schlange. Wer eine Pause ein­le­gen möchte, fin­det auf zwei Him­mels­lie­gen Gele­gen­heit, sich zu ent­span­nen und den Blick in die Baum­wip­fel schwei­fen zu lassen.

Finan­zie­rung und Umsetzung
Finan­ziert wurde der Wald-Klima-Pfad mit rund 40.000 Euro aus Mit­teln der Bezirks­ver­tre­tung 6. Umge­setzt wurde das Pro­jekt mit gro­ßem Ein­satz und umfang­rei­cher Eigen­leis­tung durch die Mit­ar­bei­ten­den der Forst­ab­tei­lung des Gartenamtes.