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Deutschland unterliegt Lettland – 8107 Zuschauer erleben stimmungsvollen Eishockeyabend

Beim Eröffnungsbully im PSD BANK DOME stehen sich Deutschland und Lettland gegenüber. Der Schiedsrichter gibt den Puck frei © Lokalbüro

Beim Eröff­nungs­bully im PSD BANK DOME ste­hen sich Deutsch­land und Lett­land gegen­über. Der Schieds­rich­ter gibt den Puck frei © Lokalbüro

Der Emp­fang hätte kaum herz­li­cher sein kön­nen: Als die Mann­schaf­ten zum zwei­ten Spiel­tag des Deutsch­land Cups im PSD BANK DOME aufs Eis lie­fen, wur­den sie von den Zuschau­ern mit tosen­dem Bei­fall begrüßt. Beson­ders die deut­sche Natio­nal­mann­schaft durfte sich über laut­starke Unter­stüt­zung freuen. 8107 Eis­ho­ckey­fans sorg­ten am Sams­tag­abend in Düs­sel­dorf für eine beein­dru­ckende Kulisse. Sport­lich gab es für die Gast­ge­ber aller­dings einen Dämp­fer: Deutsch­land ver­lor gegen Lett­land mit 1:3.

Schon vor dem ers­ten Bully war die Stim­mung in der Arena bes­tens. Schwarz-Rot-Gold domi­nierte auf den Rän­gen, zahl­rei­che Fans schwenk­ten Deutsch­land­fah­nen und feu­er­ten ihre Mann­schaft an. Auch der Ein­lauf der Teams wurde stim­mungs­voll insze­niert. Flam­men­fon­tä­nen, Musik und der Applaus der Zuschauer sorg­ten für einen pas­sen­den Rahmen.

Einen beson­de­ren Moment gab es bereits vor dem Anpfiff: Ein jun­ger Eis­ho­ckey­fan brachte den Puck in die Halle. Anschlie­ßend über­nahm ein Para-Eis­ho­ckey­spie­ler in der deut­schen Natio­nal­mann­schafts­klei­dung die Auf­gabe, den Puck auf sei­nem spe­zi­el­len Schlit­ten zum Anspiel­punkt im Mit­tel­kreis zu brin­gen. Eine schöne Geste, die den Eis­ho­ckey­sport in sei­ner gan­zen Viel­falt zeigte und vom Publi­kum auf­merk­sam beglei­tet wurde.

Auf dem Eis ent­wi­ckelte sich zunächst eine inten­sive Par­tie. Beide Mann­schaf­ten schenk­ten sich wenig, das erste Drit­tel endete tor­los. Gleich nach Wie­der­be­ginn schlu­gen die Let­ten zu: Bruno Osma­nis brachte seine Mann­schaft in der 21. Minute in Füh­rung. Deutsch­land ließ sich davon nicht beein­dru­cken und kam durch Niko­laus Heigl von den Nürn­berg Ice Tigers in der 29. Minute zum Aus­gleich. Beson­ders bemer­kens­wert: Der deut­sche Tref­fer fiel in Unterzahl.

Doch Lett­land fand schnell eine Ant­wort. Krist­aps Skras­tins stellte in der 32. Minute die Füh­rung wie­der her. Die deut­sche Mann­schaft ver­suchte, das Spiel an sich zu rei­ßen, kam zu zahl­rei­chen Abschlüs­sen, schei­terte aber immer wie­der an der let­ti­schen Defen­sive und dem Torhüter.

Die Zah­len unter­stri­chen das Pro­blem der Gast­ge­ber: Deutsch­land kam auf ins­ge­samt 71 Schuss­ver­su­che, ledig­lich 31 davon gin­gen tat­säch­lich auf das Tor. Lett­land agierte vor dem geg­ne­ri­schen Gehäuse deut­lich konsequenter.

Im Schluss­drit­tel mobi­li­sierte das deut­sche Team noch ein­mal alle Kräfte. Die Zuschauer unter­stütz­ten ihre Mann­schaft laut­stark, doch der Aus­gleich wollte nicht fal­len. In der Schluss­phase nahm Deutsch­land den Tor­hü­ter vom Eis, um mit einem zusätz­li­chen Feld­spie­ler den Rück­stand auf­zu­ho­len. Das Risiko zahlte sich nicht aus: Rodrigo Abols traf in der 59. Minute ins ver­waiste deut­sche Tor und machte mit dem 1:3 alles klar.

Für eine wei­tere Beson­der­heit sorgte die Schluss­phase, als der deut­sche Tor­hü­ter noch eine Zwei­mi­nu­ten­strafe erhielt. Am Ergeb­nis änderte das nichts mehr. Trotz der Nie­der­lage ver­ab­schie­de­ten die Zuschauer die Mann­schaft mit Beifall.

Slo­wa­kei lässt Öster­reich keine Chance

Bereits am Nach­mit­tag hatte die Slo­wa­kei ihre Ambi­tio­nen beim Deutsch­land Cup unter­stri­chen. Gegen Öster­reich setzte sich das Team deut­lich mit 6:1 durch. Nach einem tor­lo­sen ers­ten Drit­tel dreh­ten die Slo­wa­ken im zwei­ten Abschnitt auf und erziel­ten inner­halb von zehn Minu­ten vier Tref­fer. Öster­reich gelang ledig­lich ein Ehren­tref­fer. Im Schluss­drit­tel machte die Slo­wa­kei mit zwei wei­te­ren Toren den deut­li­chen Erfolg perfekt.

Damit bleibt es vor dem abschlie­ßen­den Tur­nier­tag span­nend. Deutsch­land trifft am Sonn­tag um 14.45 Uhr auf die Slo­wa­kei. Zuvor spie­len Lett­land und Öster­reich um 11 Uhr gegeneinander.

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