Oberbürgermeistr Dr. Stephan Keller (l.) besuchte Thomas D. (2.v.l.) in seiner durch das Projekt "Housing First" vermittelten neuen Wohnung. Mit dabei: Alena Hansen (Housing First e.V./fiftyfifty, Klaus Feldhaus (SWD), und  Oliver Ongaro (Housing First e.v./fiftyfifty, v.r.) © Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert

Ober­bür­ger­meistr Dr. Ste­phan Kel­ler (l.) besuchte Tho­mas D. (2.v.l.) in sei­ner durch das Pro­jekt “Housing First” ver­mit­tel­ten neuen Woh­nung. Mit dabei: Alena Han­sen (Housing First e.V./fiftyfifty, Klaus Feld­haus (SWD), und Oli­ver Ongaro (Housing First e.v./fiftyfifty, v.r.) © Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf/Ingo Lammert

 

Fünf Jahre nach der Grün­dung des Ver­eins „Housing First Düs­sel­dorf” hat die Initia­tive einen bemer­kens­wer­ten Mei­len­stein erreicht: 150 obdach­lose Men­schen haben durch das Pro­jekt eine dau­er­hafte Woh­nung erhal­ten. Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler besuchte am Diens­tag einen der Begüns­tig­ten in sei­ner neuen Bleibe und zog eine posi­tive Bilanz.

Tho­mas D. ist einer von ihnen. Der 39-Jäh­rige lebte fast zwei Jahr­zehnte lang ohne fes­tes Dach über dem Kopf. Vor weni­gen Wochen bezog er eine Woh­nung der städ­ti­schen Woh­nungs­ge­sell­schaft SWD – und geht bereits den nächs­ten Schritt: Im Rah­men des Pro­jekts „HF meets MAGS” absol­viert er ein Prak­ti­kum in der Kan­tine des NRW-Minis­te­ri­ums für Arbeit, Gesund­heit und Sozia­les, wo er an die Abläufe eines pro­fes­sio­nel­len Gas­tro­no­mie­be­triebs her­an­ge­führt wird. Kel­ler besuchte ihn gemein­sam mit Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern der SWD sowie des Ver­eins Housing First e.V./fiftyfifty.

Was das Kon­zept von klas­si­schen Ansät­zen der Obdach­lo­sen­hilfe unter­schei­det: Nicht eine Not­un­ter­kunft als Über­brü­ckung, son­dern eine eigene Woh­nung als Aus­gangs­punkt. Wer am Pro­gramm teil­nimmt, erhält unmit­tel­bar eine dau­er­hafte Bleibe und wird beglei­tend von Sozi­al­ar­bei­tern unter­stützt. Die­ses Prin­zip hat sich in Düs­sel­dorf als trag­fä­hig erwie­sen: Im Januar 2024 wurde die 50. Woh­nung über­ge­ben, andert­halb Jahre spä­ter die 100., nun folgt die 150.

„Was wir hier gemein­sam auf­ge­baut haben, ist kein Modell­pro­jekt auf dem Papier – es ist gelebte Stadt­ge­sell­schaft”, sagte Kel­ler. „Hin­ter jeder die­ser 150 Woh­nun­gen steht ein Mensch, dem wir nicht nur ein Dach, son­dern Würde und Per­spek­tive zurück­ge­ge­ben haben.”

Oli­ver Ongaro vom Stra­ßen­ma­ga­zin fif­ty­fifty zeigte sich eben­falls zuver­sicht­lich: „Die Unter­stüt­zung, die wir aus der Stadt­ge­sell­schaft erfah­ren, ist außer­ge­wöhn­lich. Sie zeigt: Düs­sel­dorf schaut nicht weg. Wenn die­ses Enga­ge­ment anhält, kön­nen wir Hun­derte wei­te­rer Men­schen von der Straße holen.”

 

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