
Das designierte Düsseldorfer Prinzenpaar der Session 2026/2027 wurde am Freitag im Rathaus vorgestellt. Gemeinsam präsentieren Prinz und Venetia das Sessionsmotto „Grenzenlos vereint – Karneval grenzenlos“ und freuen sich auf die kommende närrische Session in der Landeshauptstadt. © Lokalbüro
Von Manfred Fammler
Bei hochsommerlichen Temperaturen meldet sich das Winterbrauchtum zu Wort: Der Düsseldorfer Karneval präsentierte seine Galionsfiguren für die kommende Session. Unter dem Motto „Grenzenlos vereint“ werben Prinz Jens II. und Venetia Valerie für die Jecken in der Landeshauptstadt.
„Sie war meine erste Wahl“, sagte Prinz Jens, während Venetia Valerie seine erste Anfrage mit einem deutlichen „Nein“ beantwortete. „Ihre Absage hat meinen Ehrgeiz geweckt“, lachte er. Eine Woche lang habe er um die 33-Jährige als zukünftige Venetia gekämpft. Letztlich musste er sie jedoch noch nicht einmal umstimmen. „Ich habe immer mehr darüber nachgedacht und mir überlegt, dass daraus eine schöne Geschichte werden kann“, sagte sie – und vielleicht sogar eine Traumrolle für die Schauspielerin.
Dass beide gebürtige Düsseldorfer und in der Prinzengarde Blau-Weiss beheimatet sind, mag angesichts des Doppeljubiläums der Gardisten – 2026 feiert Blau-Weiss 9 × 11 Jahre, 2027 folgt das 100-jährige Bestehen – neben „ihrer tollen Bewerbung“, wie CC-Präsident Lothar Hörning betonte, vielleicht den letzten Ausschlag gegeben haben.
Beide wissen übrigens, wie man mit einem Publikum umgeht. Der 48-jährige Jens Schulz ist Vorsitzender der Personalvertretung Kabine bei Eurowings. In früheren Jahren arbeitete er zudem als Kinderanimateur sowie als Teamleiter Animation beim Düsseldorfer Reiseveranstalter alltours.
Valerie Schneider absolvierte eine Schauspielausbildung, nachdem sie einige Jahre zuvor bereits eine klassische Ballettausbildung abgeschlossen hatte. Sie ist zudem staatlich geprüfte Gymnastiklehrerin, stand bereits vor Fernsehkameras und ist am Düsseldorfer Schauspielhaus im Stadtkollektiv zu sehen.
Kurzum: Prinz und Venetia verfügen gemeinsam über reichlich Bühnenerfahrung – eine gute Voraussetzung für eine der kürzesten Sessionen der vergangenen Jahre. Am 8. Februar 2027 ist der karnevalistische Traum bereits wieder vorbei.


