
v.l. Susanne Klösener, der Beauftragten der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten in Nordrhein-Westfalen Claudia Middendorf, dem Vorstandsvorsitzenden des Fördervereins Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland und Projektmitarbeiterin Angelika Scheffler © Regenbogenland
Der Schritt über die Schwelle eines Kinder- und Jugendhospizes fällt vielen betroffenen Familien schwer. Die Diagnose einer lebensverkürzenden Erkrankung stellt das Leben ohnehin auf den Kopf – der Gedanke an einen Besuch im Hospiz kommt für viele Eltern mit großen Ängsten und Unsicherheiten daher. Das Düsseldorfer Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland geht nun einen neuen Weg, um genau diese Hürde abzubauen.
Virtueller Rundgang schafft Einblicke
Mit Hilfe einer VR-Brille und KI-gestützter Technik können Eltern, Angehörige und erkrankte Kinder künftig einen realistischen dreidimensionalen Rundgang durch die Räumlichkeiten des Hospizes machen – ganz ohne selbst vor Ort sein zu müssen. Die Einrichtung erhofft sich davon einen geschützten ersten Kontakt, der Berührungsängste nimmt und zeigt, wie das Haus tatsächlich aussieht.
„Uns ist es eine Herzensangelegenheit, den Familien in herausfordernden Zeiten den Weg zu uns so leicht, transparent und angstfrei wie möglich zu gestalten“, erklärt Norbert Hüsson, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins. Die VR-Erfahrung zeige die Wärme, Helligkeit und Geborgenheit des Hauses und nehme die Angst vor dem Unbekannten. Das Regenbogenland wolle damit deutlich machen, dass es trotz der schweren Erkrankungen der Kinder ein Ort voller Leben und Gemeinschaft sei.
Premiere auf der REHACARE
Vorgestellt wird die neue Technik auf der REHACARE, der internationalen Fachmesse für Rehabilitation und Pflege. Am Infostand des Regenbogenlandes können Besucher die VR-Brille aufsetzen und sich selbst ein Bild von den Hospiz-Räumen machen.
Zu Gast am Stand war auch Claudia Middendorf, Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten in Nordrhein-Westfalen. Sie zeigte sich von dem Angebot beeindruckt und sprach von einer wunderbaren Ergänzung, die es Eltern erleichtern könne, ohne direkten Vor-Ort-Besuch einen ersten Eindruck von der Einrichtung zu gewinnen – eine wichtige Hilfestellung bei der Suche nach einem geeigneten Platz für ihr Kind.
Angebot für Fachpublikum und Familien
Das Team des Regenbogenlandes lädt während der gesamten Messelaufzeit Interessierte, Fachpublikum und insbesondere betroffene Familien dazu ein, den virtuellen Rundgang selbst auszuprobieren. Für persönliche Gespräche und Fragen steht das Team durchgehend am Stand zur Verfügung.