Beratung rund um das Thema Energie © LB / Olaf Oidtmann

Bera­tung rund um das Thema Ener­gie © LB / Olaf Oidtmann

 

Kos­ten­lose Bera­tung, Podi­ums­dis­kus­sion und ein Pro­gramm für die ganze Fami­lie: Beim Ener­gie­spar­tag Düs­sel­dorf haben sich am Sams­tag zahl­rei­che Bür­ger auf dem Scha­dow­platz über Mög­lich­kei­ten infor­miert, im eige­nen Zuhause Ener­gie und Geld zu spa­ren. Von 11 bis 17 Uhr luden Hand­werks­be­triebe, Stadt­werke und Ver­brau­cher­schüt­zer zu Gesprä­chen, Vor­füh­run­gen und einem bun­ten Rah­men­pro­gramm ein.

Ver­an­stal­ter der Aktion war die Elek­tro­ge­mein­schaft Düs­sel­dorf. Deren Spre­cher Kai Hof­mann brachte den Anlass der Ver­an­stal­tung auf den Punkt: Wie lässt sich das eigene Zuhause fit für die Zukunft machen, wel­che Maß­nah­men spa­ren wirk­lich Ener­gie und wel­che För­der­pro­gramme gibt es über­haupt? Die Bera­tung sei dabei bewusst kos­ten­frei und her­stel­ler­un­ab­hän­gig gehal­ten wor­den, betonte Hofmann.

Wärme als größte Baustelle
Dass beim Thema Wärme in Düs­sel­dorf noch viel zu tun ist, ver­deut­lich­ten die Zah­len, die im Vor­feld der Ver­an­stal­tung genannt wur­den: 56 Pro­zent des gesam­ten Ener­gie­ver­brauchs der Stadt ent­fal­len auf Wärme, bei pri­va­ten Haus­hal­ten liegt der Anteil sogar bei 81 Pro­zent. Noch immer stam­men rund 92 Pro­zent die­ser Wärme aus fos­si­len Quel­len wie Öl und Gas. Genau hier setzte das Bera­tungs­an­ge­bot auf dem Scha­dow­platz an.

Fach­leute aus ers­ter Hand
Unter den wei­ßen Pavil­lons auf dem Platz stan­den Exper­ten ver­schie­dens­ter Gewerke für Fra­gen bereit. Ver­tre­ter aus Elek­tro, Maler- und Lackie­rer­hand­werk, Dachdecker‑, Gla­ser- sowie Sanitär‑, Hei­zungs- und Kli­ma­be­trie­ben nah­men sich Zeit für Mie­ter und Immo­bi­li­en­be­sit­zer, die kon­krete Anlie­gen zu ihrem eige­nen Zuhause mit­brach­ten. An einem Stand der Maler- und Lackie­rer-Innung Düs­sel­dorf etwa konn­ten Besu­cher unter dem Motto „Gemein­sam­keit schafft Stärke“ Mate­ri­al­pro­ben in Augen­schein neh­men, wäh­rend am Stand des Pum­pen­her­stel­lers Wilo pra­xis­nah erklärt wurde, wor­auf es bei moder­nen Hei­zungs­an­la­gen ankommt.

Auch das Kli­ma­mo­bil der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf war vor Ort und infor­mierte über aktu­elle För­der­pro­gramme. Das Öko-Zen­trum NRW prä­sen­tierte sei­nen „Heiz­kel­ler der Zukunft“, an einem Modell­haus ließ sich anschau­lich nach­voll­zie­hen, wie ein­zelne Räume eines Gebäu­des effi­zi­ent beheizt wer­den kön­nen. Die Stadt­werke Düs­sel­dorf berie­ten an ihrem grün gestal­te­ten Stand rund um eine zukunfts­si­chere Ener­gie­ver­sor­gung – und lie­ßen die Besu­cher an einem Glücks­rad zusätz­lich ihr Glück versuchen.

Wenige Meter wei­ter zeigte ein gro­ßer Last­wa­gen der Marke Bude­rus gemein­sam mit dem Dämm­stoff­her­stel­ler Bau­der, wie Reten­ti­ons­dä­cher und moderne Dämm­ma­te­ria­lien zur Ener­gie­wende bei­tra­gen kön­nen. An einem Infor­ma­ti­ons­stand zum Thema Wär­me­pumpe berie­ten zudem Fach­leute der Ver­brau­cher­zen­trale Nord­rhein-West­fa­len, die auf dem Scha­dow­platz einen eige­nen roten Pavil­lon auf­ge­baut hatte, gemein­sam mit wei­te­ren Ener­gie­be­ra­tern über den soge­nann­ten Wärmepumpen-Pre-Check.

Poli­tik und Wirt­schaft im GesprächZum inhalt­li­chen Höhe­punkt wurde die Podi­ums­dis­kus­sion von 12.30 bis 13 Uhr. Dort stell­ten sich Jochen Kral vom Amt für Umwelt- und Ver­brau­cher­schutz, Andreas Ehlert, Prä­si­dent der Hand­werks­kam­mer Düs­sel­dorf, sowie Julien Mounier, Vor­stand der Stadt­werke Düs­sel­dorf, den Fra­gen, die der­zeit viele Düs­sel­dor­fer umtrei­ben: Was kommt in den kom­men­den Jah­ren auf Haus­ei­gen­tü­mer und Mie­ter zu, wer trägt die Kos­ten der Wär­me­wende – und wie lässt sich schon heute kon­kret Ener­gie sparen?

Ener­gie­spa­ren mit Muskelkraft
Für Auf­lo­cke­rung sorgte der­weil der Ener­gie­spar-Par­cours mit­ten auf dem Platz: An zwei grün lackier­ten Fahr­rad-Trai­nern konn­ten Besu­cher in die Pedale tre­ten und so eine kleine Car­rera-Renn­bahn mit Strom ver­sor­gen – ein spie­le­ri­scher Zugang zum Thema Ener­gie­er­zeu­gung, der bei Jung und Alt gut ankam. Ergänzt wurde das Pro­gramm durch Gewinn­spiele sowie den Auf­tritt der Live-Band Heavy Gummi, die für Stim­mung sorgte. Auch der Ener­gie­spar-Kom­mis­sar mischte sich unter die Besu­cher und erklärte kom­plexe Ener­gie­the­men auf leicht ver­ständ­li­che Weise.

Kai Hof­mann zog am Ende ein posi­ti­ves Fazit: Der Ener­gie­spar­tag habe wie­der gute Infor­ma­tio­nen gelie­fert, die zu guten Ent­schei­dun­gen füh­ren könn­ten. Wei­tere Infor­ma­tio­nen zur Ver­an­stal­tung gibt es unter energiespartag-duesseldorf.de.