
Start zum Himmelgeister Brückenlauf 2026 (THB). Foto; Himmelgeister Brückenlauf (THB).
Beim 20. Himmelgeister Brückenlauf im Düsseldorfer Süden haben 918 Läuferinnen und Läufer das Ziel erreicht – so viele wie nie zuvor. Die Veranstaltung, die längst Kultstatus in der regionalen Laufszene genießt, ist die einzige Sportveranstaltung, die gleichermaßen auf Düsseldorfer und Neusser Stadtgebiet stattfindet. Der Halbmarathon führt über 21,1 Kilometer auf einem flachen, asphaltierten Rundkurs über die Fleher Brücke, den Neusser Yachthafen und die Südbrücke entlang des Rheins – Start und Ziel liegen in Himmelgeist.
Ausgerichtet wird der Lauf von Fortuna Düsseldorf 1895 e.V. (Lauf- und Triathlonabteilung) gemeinsam mit dem Team Himmelgeister Brückenlauf (THB). Bereits einige Wochen vor dem Startschuss waren alle Startnummern vergriffen. Da erfahrungsgemäß viele Angemeldete am Lauftag dann doch nicht antreten, hatten die Veranstalter ausdrücklich darum gebeten, nicht benötigte Startplätze kostenlos weiterzugeben. So konnten Interessenten von der Warteliste noch kurzfristig nachrücken – ein Appell, dem viele Teilnehmer folgten. Das Interesse war in diesem Jahr besonders groß, weil das Organisationsteam angekündigt hatte, nach dem Jubiläumslauf zurückzutreten.
Beim Start in Himmelgeist pflegen die Läufer ein längst liebgewonnenes Ritual: Sie stellen sich beiderseits des Startbereichs auf und begrüßen den vorbeifahrenden Bus der Linie 835 der Rheinbahn mit einer La Ola – bevor kurz nach 8 Uhr der Startschuss fällt. Bei idealen Bedingungen mit rund 20 Grad und trockenem Wetter lief Jannis Wiepck in 1:12:31 Stunden die zweitschnellste Zeit, die jemals in Himmelgeist erzielt wurde. Schnellste Frau war Karen Kussmann, die das Ziel in 1:23:33 Stunden erreichte. Kurz vor dem Ziel bei Kilometer 20,5 feuerte die Sambatruppe „Ganza Absurdo” die Läufer mit heißen Rhythmen an – wie schon in den Jahren zuvor. Alle Ergebnisse sind unter my.raceresult.com abrufbar.
Die traditionelle After-Run-Party im Biergarten des Landgasthauses Krevet bildete den Abschluss des Tages: Bei kalten Getränken und Grillwurst wurden die Sieger geehrt, und bei der Tombola konnten sämtliche Starter hochwertige Preise gewinnen. Der Himmelgeister Brückenlauf bleibt damit bis zuletzt das, was er seit Jahren ist: ein Fest für die Laufszene im Düsseldorfer Süden – und darüber hinaus. Ob es eine Fortsetzung geben wird, ist nach dem Rücktritt des Organisationsteams offen.

