Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller eröffnete die Ausstellung zusammen mit Künstler Dieter Nuhr, Malerin Jiny Lan und Kruator Prof. Dr. Robert Fleck. © Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler eröff­nete die Aus­stel­lung zusam­men mit Künst­ler Die­ter Nuhr, Male­rin Jiny Lan und Krua­tor Prof. Dr. Robert Fleck. © Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf/Ingo Lammert

 

Im Düs­sel­dor­fer Rat­haus ist ab sofort eine unge­wöhn­li­che Dop­pel­aus­stel­lung zu sehen: Unter dem Titel “Foun­da­ti­ons of Düs­sel­dorf – World Tour” prä­sen­tie­ren die Male­rin Jiny Lan und der Künst­ler Die­ter Nuhr ihre Arbei­ten. Eröff­net wurde die Schau am Mitt­woch von Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler. Zu sehen ist sie noch bis Mon­tag, 7. Okto­ber, am Markt­platz 2 – der Ein­tritt ist wäh­rend der Öff­nungs­zei­ten des Rat­hau­ses kostenfrei.

Im Zen­trum der Aus­stel­lung steht Düs­sel­dorf selbst, aller­dings nicht als bloße Kulisse. Die bei­den Künst­ler nähern sich der Stadt aus unter­schied­li­chen Blick­win­keln: Jiny Lan wurde in China gebo­ren und lebt seit mehr als zwan­zig Jah­ren in Düs­sel­dorf, Die­ter Nuhr ist hier auf­ge­wach­sen. Gemein­sam loten sie aus, wie Glo­ba­li­sie­rung, Mobi­li­tät und kul­tu­relle Iden­ti­tät sich in der Stadt spie­geln. Kura­tiert hat die Schau Prof. Dr. Robert Fleck.

Zwei künst­le­ri­sche Hand­schrif­ten tref­fen aufeinander
Die­ter Nuhrs Werke ent­ste­hen aus dem Zusam­men­spiel von Foto­gra­fie, digi­ta­ler Bild­be­ar­bei­tung sowie ana­lo­ger Male­rei und Zeich­nung. Häu­fig bil­den Beob­ach­tun­gen von sei­nen Rei­sen den Aus­gangs­punkt. Indem er foto­gra­fi­sche und male­ri­sche Tech­ni­ken über­ein­an­der­legt, lässt er Wahr­neh­mung, Erin­ne­rung und bild­ne­ri­sche Kon­struk­tion ineinanderfließen.

Jiny Lan wie­derum ver­webt in ihrer Male­rei ver­schie­dene kul­tu­relle und visu­elle Ein­flüsse. Einen beson­de­ren Platz nimmt dabei der jüngste Auf­ent­halt der Back­street Boys in Düs­sel­dorf ein: Die Pop­gruppe taucht in meh­re­ren ihrer Arbei­ten auf und wird in bestehende Bild­kom­po­si­tio­nen ein­ge­bet­tet. So pral­len zeit­ge­nös­si­sche Male­rei, digi­tale Bild­pro­duk­tion und glo­bale Pop­kul­tur aufeinander.

Bezug zum Hetjens-Museum
Ein wei­te­rer Strang der Aus­stel­lung führt zum Het­jens – Deut­sches Kera­mik­mu­seum, das Kera­mik aus rund 8.000 Jah­ren und aus aller Welt beher­bergt. Die­ter Nuhr hat Ein­drü­cke aus dem Museum foto­gra­fisch fest­ge­hal­ten, die Jiny Lan anschlie­ßend in Tei­len ihrer Werke auf­ge­grif­fen und mit eige­nen male­ri­schen sowie digi­ta­len Ele­men­ten ver­se­hen hat. Auf diese Weise ver­schrän­ken sich in den Bil­dern ver­schie­dene Zeit­ebe­nen und Kul­tur­kreise: His­to­ri­sche Arte­fakte begeg­nen digi­ta­len Bild­me­dien, zeit­ge­nös­si­sche Male­rei trifft auf foto­gra­fi­sche Ver­fah­ren, und lokale Muse­ums­be­stände ver­bin­den sich mit inter­na­tio­nal bekann­ten Zei­chen der Popkultur.

Kunst­stif­tung als wei­te­res Bindeglied
Auch abseits der Aus­stel­lung ist Jiny Lan mit Düs­sel­dorf eng ver­bun­den: 2024 grün­dete sie die “Jiny Lan Kunst­stif­tung”. Diese för­dert junge Kunst und unter­stützt kul­tu­relle Koope­ra­tio­nen zwi­schen Düs­sel­dorf, euro­päi­schen Städ­ten und inter­na­tio­na­len Partnern.