
Die Bertastraße in Düsseldorf-Gerresheim © LB / Olaf Oidtmann
Mehr Sicherheit und mehr Platz für Fußgänger: In der Bertastraße in Düsseldorf-Gerresheim wird ab Ende September die Straßenbeleuchtung komplett erneuert. Auf einer Länge von rund 940 Metern zwischen Zamenhofweg, Oberlinstraße und Dreherstraße ersetzt die Stadt insgesamt 40 bestehende Gaslaternen durch 36 strombetriebene LED-Leuchten in moderner Form. Die Arbeiten beginnen am Montag, 28. September, und sollen acht bis zwölf Wochen dauern.
Hintergrund der Maßnahme sind seit Langem geäußerte Anliegen von Anwohnern sowie der Bürgerinitiative „Sichere Berta”, die sich für bessere Beleuchtung und sicherere Bedingungen für den Fußverkehr eingesetzt hatten. „Bei einem Ortstermin haben wir gemeinsam mit den Anwohnern sowie der Bürgerinitiative ‚Sichere Berta‘ die Situation und mögliche Verbesserungen besprochen. Seitdem setzen wir Schritt für Schritt Projekte um, die für mehr Verkehrssicherheit sorgen”, sagt Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. Mit Tempo 30, der Schulweg-Beschilderung und weiteren punktuellen Vorkehrungen seien bereits wichtige Optimierungen erzielt worden. „Die neue Straßenbeleuchtung schafft nun auch mehr Platz auf dem Gehweg und verbessert die Ausleuchtung. Mit dem geplanten Fußgängerüberweg nördlich der Einfahrt zur Kleingartenanlage soll zudem eine sichere und besser wahrnehmbare Querungsmöglichkeit über die Bertastraße geschaffen werden”, so Keller weiter.
Engpass im nördlichen Abschnitt wird beseitigt
Im Mittelpunkt der Erneuerung stehen mehr Sicherheit im Straßenraum und eine bessere Barrierefreiheit, vor allem im nördlichen Abschnitt zwischen Oberlinstraße und Dreherstraße. Dort standen die bisherigen Gaslaternen auf der östlichen Straßenseite bislang unmittelbar im schmalen Gehwegbereich entlang der Kleingartenanlage. Künftig werden die neuen Leuchten auf der gegenüberliegenden, westlichen und damit den Häusern zugewandten Straßenseite aufgestellt. Die dadurch nötige Neuordnung der Standorte stellt höhere Anforderungen an eine gleichmäßige und gezielte Ausleuchtung des Verkehrsraums – eine Aufgabe, die mit den bisherigen Leuchtenmodellen trotz moderner LED-Technik nicht zu lösen war. Deshalb kommen in der Bertastraße neue, moderne LED-Leuchten zum Einsatz. Bei der Planung wurden die Anforderungen an Sicherheit, Barrierefreiheit und Denkmalschutz miteinander abgewogen; für die Erneuerung liegt eine denkmalrechtliche Erlaubnis der Unteren Denkmalbehörde vor. Die konkrete Lösung wurde gemeinsam mit den Stadtwerken Düsseldorf entwickelt.
Von den größeren Platzverhältnissen profitieren besonders Menschen mit Rollstühlen oder Rollatoren sowie Eltern mit Kinderwagen. Zugleich sorgt die neue Beleuchtung für eine gleichmäßigere Ausleuchtung von Gehweg und Fahrbahn, was die Orientierung bei Dunkelheit verbessert und den Straßenraum insgesamt sicherer macht. Im südlichen Abschnitt zwischen Zamenhofweg und Oberlinstraße werden die neuen Leuchten an den bisherigen Standorten installiert.
Licht gezielt auf den öffentlichen Raum gelenkt
Bei der Planung wurde darauf geachtet, das Licht möglichst gezielt dorthin zu lenken, wo es gebraucht wird. Die neuen Leuchten strahlen nur in geringem Umfang nach hinten ab, sodass der öffentliche Verkehrsraum wirkungsvoll beleuchtet wird, ohne die angrenzenden Vorgärten unnötig aufzuhellen. Die Erneuerung bringt zudem spürbare energetische Vorteile: Der Energieverbrauch und die damit verbundenen Kosten sollen um rund 18.000 Euro pro Jahr sinken, gleichzeitig lassen sich jährlich etwa 35 Tonnen Kohlendioxid einsparen.
Bauarbeiten starten Ende September
Für die Bauarbeiten muss die Fahrbahn abschnittsweise jeweils auf einer Seite gesperrt werden, die Erreichbarkeit der Grundstücke soll dabei so weit wie möglich erhalten bleiben. Die gesamten Bau- und Planungskosten für die Maßnahme an der Bertastraße belaufen sich auf rund 220.000 Euro brutto.