Tonhalle Düsseldorf © Tonhalle

Ton­halle Düs­sel­dorf © Tonhalle

 

Der Düs­sel­dor­fer Stadt­rat hat am Don­ners­tag den Weg für eine umfas­sende Sanie­rung der Ton­halle am Ehren­hof frei­ge­macht. In sei­ner Sit­zung beschlos­sen die Rats­mit­glie­der sowohl die Aus­füh­rung als auch die Finan­zie­rung der Arbei­ten an der Gebäu­de­hülle des tra­di­ti­ons­rei­chen Kon­zert­hau­ses. Rund 34,9 Mil­lio­nen Euro ste­hen dafür bereit. Die bereits ange­lau­fene Sanie­rung der West­fas­sade ist davon nicht betrof­fen und wird sepa­rat fortgeführt.

Feuch­tig­keit setzte dem Bau­denk­mal zu
Die 1926 erbaute Ton­halle zeigt an meh­re­ren Stel­len Feuch­tig­keits­schä­den, die vor allem auf undichte Abdich­tun­gen an der Fas­sade und der Dach­ter­rasse sowie auf Pro­bleme bei der Ent­wäs­se­rung zurück­ge­hen. Gut­ach­ter und Fach­in­ge­nieure hat­ten das Gebäude unter­sucht und durch gezielte Bau­tei­l­öff­nun­gen den genauen Sanie­rungs­be­darf ermit­telt. Das Ergeb­nis fällt ent­spre­chend umfang­reich aus: Rund 3.650 Qua­drat­me­ter Zie­gel­fas­sade sol­len instand gesetzt wer­den, dazu kommt die Erneue­rung der Abdich­tung auf etwa 3.500 Qua­drat­me­tern Dach­ter­rasse. Auch schad­hafte Fugen und Abde­ckun­gen an der mar­kan­ten Klin­ker­fas­sade wer­den aus­ge­bes­sert, die Fens­ter durch moderne Ele­mente ersetzt und wei­tere Dach­flä­chen sowie Teile der Regen­ent­wäs­se­rung erneu­ert. Zusätz­lich wird die Außen­be­leuch­tung auf LED-Tech­nik umgestellt.

Kul­tur­de­zer­nen­tin betont Bedeu­tung für die Stadt
Kul­tur­de­zer­nen­tin Miriam Koch ord­nete die Ent­schei­dung des Rats in einen grö­ße­ren Zusam­men­hang ein: Mit der Sanie­rung inves­tiere die Stadt nach­hal­tig in den Erhalt eines ihrer bedeu­tends­ten Kul­tur­ge­bäude. Die Ton­halle sei zugleich her­aus­ra­gen­der Kon­zert­ort und prä­gen­des Bau­denk­mal, wes­halb es umso wich­ti­ger sei, die his­to­ri­sche Bau­sub­stanz lang­fris­tig zu sichern und gleich­zei­tig einen ver­läss­li­chen Spiel­be­trieb zu gewährleisten.

Auch die Ener­gie­bi­lanz soll sich verbessern
Neben dem rei­nen Erhalt des Gebäu­des bringt die Sanie­rung auch ener­ge­ti­sche Vor­teile mit sich. Durch eine ver­bes­serte Wär­me­däm­mung der neuen Fens­ter­an­la­gen und im Bereich der Dach­ter­rasse lässt sich künf­tig Ener­gie ein­spa­ren. Bemer­kens­wert ist zudem der Umgang mit den his­to­ri­schen Mate­ria­lien: Natur­stein, Mau­er­zie­gel und Zie­gel­pflas­ter sol­len, sofern sie beim Rück­bau unbe­schä­digt blei­ben, wie­der­ver­wen­det wer­den. Damit bleibt ein Stück der ursprüng­li­chen Bau­sub­stanz erhal­ten. Die gesamte Maß­nahme wird eng mit dem Insti­tut für Denk­mal­schutz und Denk­mal­pflege abge­stimmt, für Teile der ener­ge­ti­schen Sanie­rung sol­len außer­dem För­der­mit­tel des Bun­des bean­tragt werden.

Kon­zert­be­trieb soll trotz Bau­ar­bei­ten weiterlaufen
Der Bau­be­ginn ist für das zweite Quar­tal 2027 geplant, die Bau­zeit wird mit 38 Mona­ten ver­an­schlagt. Die Fer­tig­stel­lung der Fas­sa­den­sa­nie­rung wird für das zweite Quar­tal 2030 ange­peilt. Für Kon­zert­be­su­cher dürfte vor allem eine Nach­richt erfreu­lich sein: Der Spiel­be­trieb der Ton­halle soll wäh­rend der gesam­ten Bau­zeit auf­recht­erhal­ten wer­den. Um das zu gewähr­leis­ten, wer­den die Bau­ab­läufe eng mit der Ton­halle Düs­sel­dorf gGmbH sowie dem Ver­an­stal­tungs­be­trieb abgestimmt.