Justitia am Düsseldorfer Rathaus hat ihre Waage zurück

Bevor die Waage der Justitia an ihren ursprünglichen Ort zurückkehrte, wurde sie von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller in Augenschein © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lasse Rotthoffgenommen.
Die Justitia am Düsseldorfer Rathaus ist wieder komplett. Die fehlende Waage der Sandsteinskulptur wurde restauriert und rekonstruiert. Am 27. Oktober kehrte sie an ihren angestammten Platz in der Nische am Turm des historischen Rathauses zurück. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 4000 Euro.
Rund 40 Zentimeter hoch und etwa 1,5 Kilogramm schwer ist die Waage, die nun wieder zu den Attributen der römischen Göttin der Gerechtigkeit gehört. Die beiden Waagschalen bestehen aus Kupfer, das Gestänge aus Bronze.
Dass die Waage fehlte, war zuvor auch Thema im Lokalbüro. Am 19. August 2026 berichteten wir über die Restaurierung und die geplante Rückkehr des fehlenden Teils. Nun ist die Arbeit abgeschlossen und die Figur wieder vollständig.
Die Skulptur hat eine lange Geschichte. Sie wurde Mitte des 18. Jahrhunderts im Zuge von Umbau- und Erweiterungsarbeiten am Düsseldorfer Rathaus aufgestellt. Der mit den Arbeiten beauftragte Baumeister Johann Joseph Couven (1701–1763) gab die Figur 1749 beim Bildhauer Anton Baumann in Auftrag.
Justitia steht seit Jahrhunderten als Symbol für die Rechtsprechung. Ihre Attribute haben eine besondere Bedeutung: Die Augenbinde symbolisiert Unparteilichkeit, die Waage steht für die sorgfältige Abwägung unterschiedlicher Interessen. Das Schwert wiederum verkörpert die konsequente Durchsetzung des Rechts.
Mit der restaurierten Waage ist das historische Kunstwerk am Rathaus nun wieder vollständig. Was auf den ersten Blick wie ein kleines Detail wirkt, gehört zu den zentralen Symbolen der Justitia – und damit zu ihrer Darstellung als Sinnbild der Gerechtigkeit.