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Düsseldorfer Messechef Wolfram N. Diener übernimmt Spitze des Weltmesseverbands

Wolfram Diener auf dem UFI Global Congress in Bahrain bei seiner Rede zum Amtsantritt als UFI-Präsident. Foto: UFI, The Global Association of the Exhibition Industry

Wolf­ram Die­ner auf dem UFI Glo­bal Con­gress in Bah­rain bei sei­ner Rede zum Amts­an­tritt als UFI-Prä­si­dent. Foto: UFI, The Glo­bal Asso­cia­tion of the Exhi­bi­tion Industry

Ein Düs­sel­dor­fer an der Spitze der inter­na­tio­na­len Mes­se­wirt­schaft: Wolf­ram N. Die­ner ist neuer Prä­si­dent der UFI. Der Vor­sit­zende der Geschäfts­füh­rung der Messe Düs­sel­dorf will der Bran­che welt­weit mehr poli­ti­sches Gewicht ver­schaf­fen. Sein Amts­an­tritt ist zugleich eine Aus­zeich­nung für den Mes­se­stand­ort Düs­sel­dorf, des­sen Bedeu­tung weit über die Stadt­gren­zen hinausreicht.

Düs­sel­dorf hat einen neuen Spit­zen­ver­tre­ter auf inter­na­tio­na­lem Par­kett: Wolf­ram N. Die­ner, Vor­sit­zen­der der Geschäfts­füh­rung der Messe Düs­sel­dorf, hat die Prä­si­dent­schaft des Welt­mes­se­ver­bands UFI über­nom­men. Die offi­zi­elle Amts­über­gabe erfolgte beim 93. UFI Glo­bal Con­gress, der vom 2. bis 5. Novem­ber in Bah­rain statt­fand. Die­ner steht damit in der Amts­zeit 2026/27 an der Spitze einer der wich­tigs­ten inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­tio­nen der Mes­se­wirt­schaft. Die UFI ver­tritt mehr als 900 Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen aus rund 90 Ländern.

Für Die­ner ist das Amt weit mehr als eine per­sön­li­che Aus­zeich­nung. Es ist auch eine Aner­ken­nung sei­ner lang­jäh­ri­gen inter­na­tio­na­len Arbeit und der Stel­lung, die sich die Messe Düs­sel­dorf in der glo­ba­len Ver­an­stal­tungs­wirt­schaft erar­bei­tet hat. Der neue UFI-Prä­si­dent bringt mehr als drei Jahr­zehnte Füh­rungs­er­fah­rung mit. Beson­ders geprägt hat ihn seine über 20-jäh­rige Tätig­keit in Asien, wo er den rasan­ten Auf­stieg der dor­ti­gen Messe- und Kon­gress­wirt­schaft aus ver­schie­de­nen Füh­rungs­po­si­tio­nen her­aus beglei­tet und mit­ge­stal­tet hat.

Seine beruf­li­che Lauf­bahn führte ihn von der Ham­burg Messe und Con­gress über die Messe Frank­furt nach China, Hong­kong, Macau und Sin­ga­pur. Von 2001 bis 2005 war Die­ner Geschäfts­füh­rer des Shang­hai New Inter­na­tio­nal Expo Centre, eines deutsch-chi­ne­si­schen Gemein­schafts­pro­jekts, an dem auch die Messe Düs­sel­dorf betei­ligt ist. Anschlie­ßend über­nahm er Füh­rungs­auf­ga­ben bei Vene­tian Macau und Marina Bay Sands in Sin­ga­pur. Von 2011 bis 2018 gehörte er der Geschäfts­füh­rung von UBM Asia an, heute Teil von Informa Mar­kets. Dort ver­ant­wor­tete er unter ande­rem Mes­se­port­fo­lios sowie Print- und Digitalmedien.

2018 wech­selte Die­ner zur Messe Düs­sel­dorf. Zunächst war er für das ope­ra­tive Mes­se­ge­schäft ver­ant­wort­lich, seit Juli 2020 steht er als Vor­sit­zen­der an der Spitze des Unter­neh­mens. Seine inter­na­tio­nale Erfah­rung kommt dabei auch dem Düs­sel­dor­fer Mes­se­platz zugute. Die Gesell­schaft gehört zu den welt­weit füh­ren­den Mes­se­ver­an­stal­tern und rich­tet auf ihrem 613.000 Qua­drat­me­ter gro­ßen Gelände jähr­lich rund 40 Fach­mes­sen aus, dar­un­ter etwa 20 Welt­leit­mes­sen. Namen wie drupa, K, inter­pack, MEDICA, boot und CARAVAN SALON ste­hen für die inter­na­tio­nale Strahl­kraft des Standorts.

Mes­sen als Wirt­schafts­fak­tor und poli­ti­sche Auf­gabe
In sei­ner neuen Funk­tion will Die­ner vor allem die Bedeu­tung der Mes­se­wirt­schaft stär­ker in das Bewusst­sein von Poli­tik und Öffent­lich­keit rücken. Mes­sen seien gerade in wirt­schaft­lich und poli­tisch unsi­che­ren Zei­ten wich­tige Platt­for­men für inter­na­tio­nale Zusam­men­ar­beit. Sie bräch­ten Men­schen, Unter­neh­men, Bran­chen und Märkte zusam­men und stärk­ten damit die Wider­stands­fä­hig­keit gan­zer Volkswirtschaften.

Die­ner möchte des­halb den poli­ti­schen Dia­log inten­si­vie­ren. Dazu gehö­ren aus sei­ner Sicht offene Märkte, unkom­pli­zierte Visa-Ver­fah­ren, leis­tungs­fä­hige Zoll- und Logis­tik­struk­tu­ren sowie Inves­ti­tio­nen in die Infra­struk­tur. Nur wenn die Rah­men­be­din­gun­gen stimm­ten, könne die Mes­se­wirt­schaft ihre Wir­kung für Han­del, Inno­va­tion und Wachs­tum voll entfalten.

„Wer Mes­sen för­dert, inves­tiert in Wirt­schafts­wachs­tum“, betont Die­ner. Die Bran­che müsse gegen­über poli­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­gern geschlos­sen auf­tre­ten und mit einer gemein­sa­men Stimme spre­chen. Dahin­ter steht eine klare Bot­schaft: Mes­sen sind für ihn nicht nur Orte, an denen Pro­dukte prä­sen­tiert und Geschäfte ange­bahnt wer­den. Sie sind ein wich­ti­ger Bestand­teil inter­na­tio­na­ler Wirt­schafts­be­zie­hun­gen und ein Motor für Inno­va­tion und Austausch.

Einen beson­de­ren Schwer­punkt sei­ner Prä­si­dent­schaft will Die­ner auf Ent­wick­lungs- und Schwel­len­län­der legen. Die Wachs­tums­märkte der Zukunft sol­len inner­halb der UFI stär­ker ver­tre­ten sein und die Ent­wick­lung der Bran­che aktiv mit­ge­stal­ten kön­nen. Damit setzt er auf eine inter­na­tio­nal brei­tere Auf­stel­lung des Ver­bands und will den Per­spek­ti­ven auf­stre­ben­der Märkte mehr Gewicht geben.

Inter­na­tio­nale Ver­ant­wor­tung für einen star­ken Mes­se­stand­ort Düs­sel­dorfDass nun aus­ge­rech­net der Chef der Messe Düs­sel­dorf an der Spitze des Welt­ver­bands steht, ist auch für die Lan­des­haupt­stadt von Bedeu­tung. Die Mes­se­ge­sell­schaft ist ein inter­na­tio­nal ver­netz­tes Unter­neh­men mit 77 Aus­lands­ver­tre­tun­gen für 140 Län­der und neun inter­na­tio­na­len Toch­ter­ge­sell­schaf­ten. Neben den Ver­an­stal­tun­gen in Düs­sel­dorf orga­ni­siert die Gruppe jähr­lich mehr als 80 Ver­an­stal­tun­gen im Ausland.

Die­ner kennt damit beide Sei­ten des Geschäfts: die Anfor­de­run­gen eines inter­na­tio­nal täti­gen Mes­se­ver­an­stal­ters ebenso wie die Per­spek­tive von Mes­se­plät­zen und Kon­gress­zen­tren. Seine Erfah­run­gen aus Asien, Europa und dem inter­na­tio­na­len Ver­an­stal­tungs­ma­nage­ment dürf­ten ihm bei der neuen Auf­gabe zugutekommen.

Auch inner­halb der deut­schen Mes­se­wirt­schaft ist er seit Jah­ren enga­giert. Seit 2020 gehört er dem Vor­stand des AUMA, des Ver­bands der deut­schen Mes­se­wirt­schaft, an. Bei der UFI war er bereits seit 2022 Mit­glied des Vor­stands und Schatz­meis­ter im Exe­ku­tiv­ko­mi­tee. Im Novem­ber 2025 war er beim 92. UFI Glo­bal Con­gress in Hong­kong als desi­gnier­ter Prä­si­dent in das drei­köp­fige Prä­si­dium ein­ge­tre­ten. Mit dem Wech­sel in Bah­rain hat er nun die Füh­rung übernommen.

An sei­ner Seite ste­hen in der neuen Prä­si­di­ums­kon­stel­la­tion die bis­he­rige Prä­si­den­tin Panit­tha Buri aus Thai­land und Said Al Shan­fari, Geschäfts­füh­rer des Oman Con­ven­tion and Exhi­bi­tion Centre, als desi­gnier­ter Nach­fol­ger für die Amts­zeit 2027/28.

Für Wolf­ram N. Die­ner ist die Prä­si­dent­schaft nach eige­nen Wor­ten nicht nur eine große per­sön­li­che Ehre, son­dern auch eine Aus­zeich­nung für sein Unter­neh­men und den gesam­ten Stand­ort. Die Messe Düs­sel­dorf habe gezeigt, wel­chen Bei­trag inter­na­tio­nale Mes­sen zur wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung, zur Sicht­bar­keit und zur Ver­net­zung einer Stadt leis­ten können.

Für Düs­sel­dorf ist das ein star­kes Signal: Der Chef eines der wich­tigs­ten Unter­neh­men der Stadt ver­tritt künf­tig die Inter­es­sen einer gan­zen Bran­che auf Welt­ebene. Damit erhält der Mes­se­stand­ort am Rhein eine Stimme, die bei den inter­na­tio­na­len Wei­chen­stel­lun­gen der Mes­se­wirt­schaft künf­tig beson­de­res Gewicht haben wird.

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