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Paul Janes: Der große Schweiger wird in Düsseldorfs Ruhmeshalle aufgenommen

© Lokal­büro

Er war einer der größ­ten Fuß­bal­ler in der Geschichte von For­tuna Düs­sel­dorf und machte lie­ber auf dem Platz als mit gro­ßen Wor­ten von sich reden. Paul Janes führte die For­tuna 1933 zur deut­schen Meis­ter­schaft und war lange Rekord­na­tio­nal­spie­ler. Jetzt wird der 1987 ver­stor­bene Abwehr­spie­ler in die Sports Hall of Fame Düs­sel­dorf aufgenommen.

Ein Sta­dion trägt sei­nen Namen, seine sport­li­chen Erfolge sind Teil der Düs­sel­dor­fer Fuß­ball­ge­schichte. Nun erhält Paul Janes eine wei­tere beson­dere Wür­di­gung: Er ist die erste Neu­auf­nahme des Jah­res 2026 in die Sports Hall of Fame Düs­sel­dorf. Die Aus­zeich­nung wurde am Don­ners­tag im Paul-Janes-Sta­dion über­ge­ben – an einem Ort, der seit 1990 an den frü­he­ren Natio­nal­spie­ler erinnert.

Düs­sel­dorfs Stadt­di­rek­tor Burk­hard Hintzsche über­reichte die Ehrung an Alex­an­der Jobst, den Vor­stands­vor­sit­zen­den von For­tuna Düs­sel­dorf, und For­tuna-Legende Wil­fried Woyke. Für Jobst steht Janes bis heute für die Iden­ti­tät des Ver­eins. Seine Leis­tun­gen für For­tuna und den deut­schen Fuß­ball ver­dien­ten höchs­ten Respekt. Dass die Aus­zeich­nung aus­ge­rech­net im nach ihm benann­ten Sta­dion über­ge­ben wurde, mache den Moment beson­ders bewegend.

Vom Mau­rer zum Meis­ter­spie­ler
Paul Janes wurde 1912 in Küp­per­steg gebo­ren, einem heu­ti­gen Stadt­teil von Lever­ku­sen. Er war gelern­ter Mau­rer und galt als zurück­hal­ten­der Mensch. Der Bei­name „der große Schwei­ger“ beglei­tete ihn wäh­rend sei­ner Fuß­ball­kar­riere. Sei­nen Weg nach Düs­sel­dorf fand er 1930, als ein For­tuna-Ver­ant­wort­li­cher bei einem Spiel zweier Fir­men­mann­schaf­ten auf sein Talent auf­merk­sam wurde.

Am 26. Dezem­ber des­sel­ben Jah­res stand Janes erst­mals für die For­tuna auf dem Platz. Bei einem Freund­schafts­spiel gegen TuRU Düs­sel­dorf erzielte er den Tref­fer zum End­stand. Bemer­kens­wert: Seine Kar­riere begann als Stür­mer. Erst spä­ter wech­selte er in die Abwehr, wo er zu einem der her­aus­ra­gen­den Ver­tei­di­ger sei­ner Zeit wurde.

Seine Erfolge lie­ßen nicht lange auf sich war­ten. 1931 gewann die For­tuna mit Janes die west­deut­sche Meis­ter­schaft. Zwei Jahre spä­ter folgte der größte Tri­umph der Ver­eins­ge­schichte: Im End­spiel um die deut­sche Meis­ter­schaft besieg­ten die Düs­sel­dor­fer den FC Schalke 04 im Köl­ner Mün­gers­dor­fer Sta­dion mit 3:0. Bis heute ist es der ein­zige deut­sche Meis­ter­ti­tel der Fortuna.

71 Län­der­spiele und ein Rekord für Jahr­zehnte
Auch in der Natio­nal­mann­schaft gehörte Janes zu den prä­gen­den Spie­lern sei­ner Zeit. 1936 bestritt er sein ers­tes Län­der­spiel, 1939 führte er die deut­sche Aus­wahl erst­mals als Kapi­tän aufs Feld. Bis 1942 kam er auf 71 Ein­sätze im Natio­nal­tri­kot. Damit hielt er lange den Rekord als deut­scher Natio­nal­spie­ler mit den meis­ten Län­der­spie­len. Erst 1970 wurde er von Uwe See­ler abgelöst.

Janes starb 1987. In Düs­sel­dorf ist sein Name bis heute prä­sent: Das Sta­dion der For­tuna erin­nert seit mehr als drei Jahr­zehn­ten an den frü­he­ren Abwehr­spie­ler. Die Sports Hall of Fame, die 2025 mit der Auf­nahme von Toni Turek eröff­net wurde, setzt diese Erin­ne­rung nun fort. Turek war Tor­hü­ter der Welt­meis­ter­mann­schaft von 1954 und absol­vierte eben­falls zahl­rei­che Spiele für For­tuna Düsseldorf.

Mit Paul Janes rückt damit erneut ein Fuß­bal­ler in die Ruh­mes­halle, des­sen Kar­riere eng mit Düs­sel­dorf ver­bun­den ist. Sein größ­ter Erfolg bleibt der Meis­ter­ti­tel von 1933 – ein Kapi­tel Ver­eins­ge­schichte, das bis heute uner­reicht ist.

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