Seite auswählen

Nadel der Medici 2026: Düsseldorfer Kulturprojekte und Bildhauer Peter Rübsam ausgezeichnet

Dr. Ulrich Soénius - JuryleiterAngélique Tracik - Jurymitglied und Leiterin des Kulturamts Düsseldorf Ralf Putsch - Geschäftsführender Gesellschafter von Knipex und Hauptsponsor des Bergischen Kulturfonds Petra Koßmann - Leiterin des Bergischen Kulturfonds und Preisträgerin Dr. Stefanie Lucci - artconsult und Jurymitgleid Désirée Brodka - Intendantin MUSIC TO GO e.V. und Preisträgerin Dr. Sandra Abend, Leiterin Wilhelm-Fabry-Museum, verantwortlich für die Städtische Galerie und den Kunstraum in Hilden - Jurymitgleid Peter Rübsam, Bildhauer und Preisträger Ehrennadel

Dr. Ulrich Soé­nius — Jury­l­ei­ter, Angé­li­que Tra­cik — Jury­mit­glied und Lei­te­rin des Kul­tur­amts Düs­sel­dorf, Ralf Putsch — Geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter von Knipex und Haupt­spon­sor des Ber­gi­schen Kul­tur­fonds, Petra Koß­mann — Lei­te­rin des Ber­gi­schen Kul­tur­fonds und Preis­trä­ge­rin, Dr. Ste­fa­nie Lucci — art­con­sult und Jury­mitg­leid, Dési­rée Brodka — Inten­dan­tin MUSIC TO GO e.V. und Preis­trä­ge­rin, Dr. San­dra Abend, Lei­te­rin Wil­helm-Fabry-Museum, ver­ant­wort­lich für die Städ­ti­sche Gale­rie und den Kunst­raum in Hil­den — Jury­mitg­leid, Peter Rüb­sam, Bild­hauer und Preis­trä­ger Ehren­na­del © Anna Maria de Medici e.V.

Fest­akt im Schloss Jäger­hof: Der Ber­gi­sche Kul­tur­fonds und MUSIC TO GO erhal­ten die renom­mierte Aus­zeich­nung. Peter Rüb­sam wird für sein jahr­zehn­te­lan­ges künst­le­ri­sches Schaf­fen geehrt.

Kunst und Kul­tur brau­chen Men­schen, die sie för­dern, ermög­li­chen und einem brei­ten Publi­kum zugäng­lich machen. Drei Bei­spiele dafür sind jetzt in Düs­sel­dorf aus­ge­zeich­net wor­den: Der Ber­gi­sche Kul­tur­fonds und der Düs­sel­dor­fer Ver­ein MUSIC TO GO erhiel­ten die „Nadel der Medici 2026“. Der Düs­sel­dor­fer Bild­hauer Peter Rüb­sam wurde mit der Son­der­na­del geehrt.

Die Aus­zeich­nun­gen wur­den am Mitt­woch, 4. Novem­ber, bei einem Fest­akt im Schloss Jäger­hof über­ge­ben. Fast 100 Gäste nah­men an der Ver­an­stal­tung teil, die unter der Schirm­herr­schaft von Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler stand. Gestif­tet wird die seit vie­len Jah­ren ver­ge­bene Aus­zeich­nung von dem Düs­sel­dor­fer Schmuck­künst­ler und Gold­schmied Georg Horn­emann. Über die Preis­trä­ger ent­schei­det eine Fach­jury unter dem Vor­sitz von Dr. Ulrich Soénius.

Der Preis in der Kate­go­rie „Bes­tes Gesamt­kon­zept Unter­neh­men“ ging an den Ber­gi­schen Kul­tur­fonds aus Wup­per­tal und Rem­scheid. Das För­der­mo­dell zeigt, wie Unter­neh­men, Kom­mu­nen und Kul­tur­schaf­fende gemein­sam etwas bewe­gen kön­nen. Ent­stan­den ist die Initia­tive aus einer schwie­ri­gen Situa­tion: Mas­sive Kür­zun­gen der kom­mu­na­len Kul­tur­för­de­rung im Jahr 2010 mach­ten neue Wege not­wen­dig. Als bür­ger­schaft­li­che Ant­wort wurde der Kul­tur­fonds auf­ge­baut, 2011 schloss sich Rem­scheid an.

Seit­her unter­stützt der Fonds pro­fes­sio­nelle Nach­wuchs­künst­ler bis 40 Jahre, die ihren Wohn- oder Arbeits­schwer­punkt in Wup­per­tal oder Rem­scheid haben. Finan­ziert wird die För­de­rung durch Spen­den regio­na­ler Unter­neh­men und Pri­vat­per­so­nen. Zu den lang­jäh­ri­gen Haupt­för­de­rern gehö­ren KNIPEX, E/D/E und Vail­lant. Die Geschäfts­füh­rung liegt beim Kul­tur­büro Wup­per­tal. Bei der Preis­ver­lei­hung waren unter ande­rem Petra Koß­mann, Lei­te­rin des Fonds, und Ralf Putsch, Inha­ber des Unter­neh­mens KNIPEX und Haupt­spon­sor, anwesend.

Oper zum Mit­neh­men: MUSIC TO GO bringt Musik­thea­ter unters Publi­kum
In der Kate­go­rie „Bes­tes Gesamt­kon­zept Insti­tu­tio­nell“ wurde der Düs­sel­dor­fer Ver­ein MUSIC TO GO aus­ge­zeich­net. Sein Ansatz ist unge­wöhn­lich und zugleich über­zeu­gend: Nicht das Publi­kum muss in die Oper kom­men, son­dern die Oper kommt zum Publi­kum. Pro­fes­sio­nel­les Musik­thea­ter wird dafür in ein kom­pak­tes, mobi­les und grund­sätz­lich kos­ten­lo­ses For­mat gebracht. Gespielt wird an unge­wöhn­li­chen Orten, unter freiem Him­mel oder als Pop-up-Veranstaltung.

Die rund 90-minü­ti­gen Auf­füh­run­gen ver­bin­den ein Streich­quar­tett mit drei bis sechs Opern­stim­men und einer Mode­ra­tion. Seit 2017 hat Dési­rée Brodka das Pro­jekt eta­bliert und zehn Opern- und Ope­ret­ten­pro­duk­tio­nen rea­li­siert. Jähr­lich erreicht MUSIC TO GO rund 4000 Zuschauer. Dazu gehö­ren Fami­lien, Senio­ren und Men­schen, die auf­grund ihrer sozia­len Situa­tion, ihrer Her­kunft oder ein­ge­schränk­ter Mobi­li­tät sonst nur schwer Zugang zu sol­chen Kul­tur­ange­bo­ten finden.

Auch das soziale Enga­ge­ment gehört zum Kon­zept. Bis­lang kamen 9300 Euro für das Pro­jekt „Herz­werk“ zusam­men. Bei der Preis­ver­lei­hung ver­tra­ten Dési­rée Brodka, Inten­dan­tin, sowie die bei­den Vor­sit­zen­den Gre­gor Dusch­kin und Ariel Sal­mang den Verein.

Son­der­na­del für Bild­hauer Peter Rüb­sam
Eine beson­dere Ehrung erhielt der Düs­sel­dor­fer Bild­hauer Peter Rüb­sam. Mit der Son­der­na­del wür­digt der Anna Maria Luisa de’ Medici e.V. sein jahr­zehn­te­lan­ges künst­le­ri­sches Schaf­fen und sei­nen Bei­trag zur Kunst im öffent­li­chen Raum.

Zu sei­nen bekann­ten Arbei­ten in Düs­sel­dorf zählt das Gus­taf-Gründ­gens-Denk­mal am Hof­gar­ten, das 1984 ent­hüllt wurde. Mit sei­nen Wer­ken hat Rüb­sam das Stadt­bild an ver­schie­de­nen Stel­len mit­ge­prägt. Die Son­der­na­del ist damit auch eine Aner­ken­nung für einen Künst­ler, des­sen Arbei­ten Düs­sel­dor­fern im All­tag begegnen.

Die „Nadel der Medici“ zeich­net bei­spiel­haf­tes Enga­ge­ment an der Schnitt­stelle von Wirt­schaft und Kul­tur im Rhein­land aus. Bei der vor­he­ri­gen Ver­gabe im Jahr 2024 wur­den der Flug­ha­fen Düs­sel­dorf für sei­nen „Art­Walk“ und der Bild­hauer Sir Tony Cragg für den Skulp­tu­ren­park Wald­frie­den geehrt.

Hin­ter der Aus­zeich­nung steht der 2009 gegrün­dete Anna Maria Luisa de’ Medici e.V. Der Ver­ein bringt Unter­neh­men, Kul­tur­in­sti­tu­tio­nen und Künst­ler zusam­men. Ziel ist es, die Zusam­men­ar­beit von Wirt­schaft und Kunst zu stär­ken und neue Zugänge zu kul­tu­rel­len Ange­bo­ten im Rhein­land zu schaffen.

Die dies­jäh­ri­gen Preis­trä­ger zei­gen auf unter­schied­li­che Weise, wie das gelin­gen kann: durch die gezielte För­de­rung jun­ger Künst­ler, durch neue Wege zum Publi­kum und durch ein Lebens­werk, das den öffent­li­chen Raum bereichert.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Düsseldorf im Postfach

Die wichtigsten Meldungen aus Düsseldorf direkt in Ihr Postfach.

Newsletter

Kostenlos · jederzeit abbestellbar

Archiv

Internet-Partner