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Ein Herz für UNICEF: Heribert Klein gewinnt seine Heimatstadt Düsseldorf für die Geburtstagsaktion

Heribert Klein, Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und Theresa Kallrath © Lokalbüro
Dirk Geuer, Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Theresa Kallrath und Heribert Klein © Lokalbüro
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und Heribert Klein © Lokalbüro

Das Kin­der­hilfs­werk UNICEF fei­ert 2026 sei­nen 80. Geburts­tag. Einer, der sich dafür eine ganz beson­dere Geburts­tags­ak­tion aus­ge­dacht hat, ist Heri­bert Klein, Mit­glied des Deut­schen Komi­tees für UNICEF und Düs­sel­dor­fer. Mit sei­ner Initia­tive „Ein Herz für UNICEF“ möchte er 80 Städte in Deutsch­land dazu bewe­gen, dem Kin­der­hilfs­werk jeweils ein indi­vi­du­ell gestal­te­tes Kunst­herz zu schen­ken. Dass seine Hei­mat­stadt Düs­sel­dorf dabei gleich mit drei Künst­ler­her­zen ver­tre­ten ist, freut den Initia­tor ganz beson­ders. Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler war von der Idee sofort begeis­tert und sagte spon­tan zu: „Wir machen mit!“

Die Idee zu der bun­des­wei­ten Aktion kam Heri­bert Klein im ver­gan­ge­nen Som­mer wäh­rend eines Urlaubs im öster­rei­chi­schen Filz­moos. Sein Gedanke: Zum 80. Geburts­tag von UNICEF sollte ein beson­de­res Geschenk ent­ste­hen, das Men­schen in ganz Deutsch­land ver­bin­det. In 80 Städ­ten soll­ten Ober­bür­ger­meis­ter und Bür­ger­meis­ter Künst­ler oder pro­mi­nente Per­sön­lich­kei­ten dafür gewin­nen, ein indi­vi­du­el­les Kunst­herz zu gestalten.

Als Klein seine Idee in Düs­sel­dorf vor­stellte, stieß er bei Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler auf offene Ohren. „Wir machen mit!“, lau­tete des­sen spon­tane Ant­wort. Für die Lan­des­haupt­stadt sei die Unter­stüt­zung von Kin­dern in Not eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit und zugleich Aus­druck des lang­jäh­ri­gen Enga­ge­ments für UNICEF.

Düs­sel­dorf betei­ligt sich gleich mit drei Kunst­her­zen. Dafür konn­ten Cam­pino (Die Toten Hosen), Die­ter Nuhr und die Künst­le­rin The­resa Kall­rath gewon­nen wer­den. Bei der Über­gabe im Rat­haus war The­resa Kall­rath per­sön­lich anwe­send. Die­ter Nuhr weilte noch im Aus­land, sodass sein Kunst­herz von Dirk Geuer über­reicht wurde. Der inter­na­tio­nal bekannte Düs­sel­dor­fer Gale­rist ver­tritt Nuhr auch künst­le­risch. Cam­pino bedau­erte, nicht per­sön­lich dabei sein zu kön­nen. Ein bereits seit län­ge­rer Zeit fest­ste­hen­der Ter­min in Ham­burg ließ seine Teil­nahme nicht zu.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler hatte die drei Kunst­her­zen zuvor von den Künst­lern bezie­hungs­weise ihren Ver­tre­tern ent­ge­gen­ge­nom­men. Im Rat­haus über­reichte er sie anschlie­ßend an Heri­bert Klein, den Initia­tor der bun­des­wei­ten Aktion. Für den Düs­sel­dor­fer war es ein beson­de­rer Moment, seine Hei­mat­stadt mit gleich drei Kunst­her­zen bei sei­ner Geburts­tags­in­itia­tive für UNICEF ver­tre­ten zu sehen.

Kel­ler wür­digte das Enga­ge­ment der Betei­lig­ten. Die Kunst­werke stün­den für Mensch­lich­keit, Gemein­schaft und Zusam­men­halt – Werte, für die UNICEF seit 80 Jah­ren welt­weit eintritt.

Für Heri­bert Klein ist die Aktion zugleich eine Fort­set­zung einer bemer­kens­wer­ten Erfolgs­ge­schichte. Bereits 2001 hatte er die Idee „Ein Herz für UNICEF“ ent­wi­ckelt. Das erste Herz aus ein­fa­chem Fich­ten­holz aus Filz­moos über­reichte er damals sei­nem Freund, dem Schau­spie­ler und dama­li­gen UNICEF-Welt­bot­schaf­ter Sir Peter Usti­nov, zu des­sen 80. Geburts­tag. Aus dem klei­nen Holz­herz mit einem Mate­ri­al­wert von gerade ein­mal einem Euro ent­wi­ckelte sich eine Hilfs­ak­tion, die in bis­lang 17 unter­schied­li­chen Ein­zel­ak­tio­nen mehr als eine Mil­lion Euro für Kin­der in Not einbrachte.

Viele mach­ten seit­dem mit: Schü­le­rin­nen und Schü­ler, Poli­ti­ker, Sport­ler, Künst­ler und pro­mi­nente Per­sön­lich­kei­ten aus Kul­tur, Wirt­schaft und Gesell­schaft gestal­te­ten ihre ganz per­sön­li­chen Her­zen für UNICEF. Für Klein war die­ser Erfolg Grund genug, die Idee zum 80. Geburts­tag des Kin­der­hilfs­werks erneut auf­zu­grei­fen und auf 80 Städte auszuweiten.

80 Jahre UNICEF – Hilfe bleibt drin­gend notwendig

UNICEF wurde am 11. Dezem­ber 1946 gegrün­det, um Kin­dern in den vom Zwei­ten Welt­krieg ver­wüs­te­ten Regio­nen zu hel­fen. Heute ist das Kin­der­hilfs­werk der Ver­ein­ten Natio­nen in mehr als 190 Län­dern aktiv und leis­tet sowohl akute Not­hilfe als auch lang­fris­tige Unter­stüt­zung in den Berei­chen Gesund­heit, Ernäh­rung und Bildung.

Seit 1990 ist die Kin­der­sterb­lich­keit bei unter Fünf­jäh­ri­gen um rund 60 Pro­zent gesun­ken. Den­noch bleibt die Lage vie­ler Kin­der dra­ma­tisch: Kriege, Flucht, Gewalt und der Kli­ma­wan­del gefähr­den ihre Zukunft. Fast jedes fünfte Kind lebt inzwi­schen in einem Konfliktgebiet.

Die 80 Kunst­her­zen aus deut­schen Städ­ten sind des­halb mehr als ein Geburts­tags­gruß. Sie ste­hen für Mensch­lich­keit, Zusam­men­halt und die gemein­same Ver­ant­wor­tung, Kin­dern welt­weit Schutz und Zukunfts­per­spek­ti­ven zu geben.

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