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Düsseldorf muss 204 kranke und abgestorbene Bäume fällen – auch Nordfriedhof und Hofgarten betroffen

Symbolbild Baumpfällungen © Lokalbüro

Sym­bol­bild Baum­pfäl­lun­gen © Lokalbüro

Die Stadt Düs­sel­dorf muss in den kom­men­den Wochen ins­ge­samt 204 kranke und abge­stor­bene Bäume im Stadt­ge­biet fäl­len. Die Arbei­ten begin­nen in die­ser Woche und sind nach Anga­ben der Ver­wal­tung not­wen­dig, um die Ver­kehrs­si­cher­heit zu gewähr­leis­ten. Grund­lage sind die regel­mä­ßi­gen städ­ti­schen Baum­kon­trol­len. Vor den Fäl­lun­gen wer­den die betrof­fe­nen Bäume auf besetzte Brut­höh­len untersucht.

Von den 204 Bäu­men ste­hen 128 an Stra­ßen und 76 in Grün­an­la­gen. 37 Bäume sind bereits abge­stor­ben, wei­tere 55 befin­den sich im Abster­ben. Über die anste­hen­den Arbei­ten infor­miert die Stadt Anwoh­ner und Pas­san­ten mit Hin­weis­schil­dern an den betrof­fe­nen Bäu­men. Außer­dem wer­den die Fäl­lun­gen vorab auf Düs­sel­dorf Maps in der The­men­ka­te­go­rie „Baum­be­stand“ ver­öf­fent­licht. Auch die jeweils zustän­dige Bezirks­ver­tre­tung wird informiert.

Beson­ders betrof­fen ist der Nord­fried­hof. Dort müs­sen 25 Bäume ent­fernt wer­den. Sie­ben davon sind bereits abge­stor­ben, sie­ben wei­tere befin­den sich im Abster­ben. Zwei Bäume sind an der holz­zer­set­zen­den Ruß­rin­den­krank­heit erkrankt, die vor allem Ahorn­ar­ten befällt. Einer die­ser Bäume weist zusätz­lich Stamm­fuß­fäule auf. Bei acht wei­te­ren Bäu­men gefähr­det ein star­ker Befall mit holz­zer­set­zen­den Pil­zen die Stand­si­cher­heit. Drei davon sind vom Schwe­fel­por­ling befal­len, der die Bruch­ge­fahr im Bereich von Stamm und Krone erhöht.

Die Stadt weist dar­auf hin, dass Fäul­epilze wie der Schwe­fel­por­ling lange Zeit unbe­merkt im Inne­ren des Hol­zes oder im Wur­zel­sys­tem wach­sen kön­nen. Erst wenn sich Frucht­kör­per bil­den, wird der Befall von außen sicht­bar. Dann ist dies ein deut­li­ches Warn­si­gnal für mög­li­che Schä­den am Baum.

Auch an ande­ren bekann­ten Stand­or­ten sind Fäl­lun­gen not­wen­dig: An der Ceci­li­en­al­lee wer­den elf Bäume ent­fernt. Zehn davon sind abster­bend, ein wei­te­rer weist Schä­den am Stamm auf. Im Hof­gar­ten müs­sen vier Bäume wei­chen, dar­un­ter drei abster­bende Exem­plare und ein Baum mit Pilzbefall.

An der Ben­ra­ther Schloss­al­lee sind fünf Bäume betrof­fen. Einer ist abster­bend, ein wei­te­rer weist Fäul­nis auf. Drei Bäume sind von Pil­zen befallen.

Nach­pflan­zun­gen sind vor­ge­se­hen
Wo Stra­ßen­bäume gefällt wer­den, sol­len grund­sätz­lich neue Bäume gepflanzt wer­den. Dafür lei­tet die Stadt soge­nannte Umlauf­ver­fah­ren ein. Dabei prü­fen unter ande­rem die Netz­ge­sell­schaft, der Stadt­ent­wäs­se­rungs­be­trieb und die Tele­kom, ob Lei­tun­gen im Unter­grund eine Neu­pflan­zung am bis­he­ri­gen Stand­ort zulas­sen. Auch Abstände zu Ver­kehrs­an­la­gen und brand­schutz­tech­ni­sche Vor­ga­ben müs­sen berück­sich­tigt werden.

Unab­hän­gig von den not­wen­di­gen Fäl­lun­gen berei­tet die Stadt bereits die nächste Pflanz­sai­son vor. Bis zum Früh­jahr 2027 sol­len rund 1500 neue Bäume in Düs­sel­dorf gepflanzt wer­den. Trotz zusätz­li­cher Her­aus­for­de­run­gen, etwa durch not­wen­dige Kampf­mit­tel­ab­fra­gen, will die Ver­wal­tung damit das hohe Pflanz­ni­veau der Vor­jahre halten.

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