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Karin Houck erhält Karl-Klinzing-Plakette: Ein Abend für ein Düsseldorfer Altstadtoriginal

„Die Baas der Mostertpöttches, Hildegard Dahmen, überreichte Karin Houck die Karl-Klinzing-Plakette. Vizebaas Manfred Castor begleitete die Ehrung.“ © LB / Olaf Oidtmann

„Die Baas der Mos­tert­pött­ches, Hil­de­gard Dah­men, über­reichte Karin Houck die Karl-Klin­zing-Pla­kette. Vize­baas Man­fred Cas­tor beglei­tete die Ehrung.“ © LB / Olaf Oidtmann

Die Mos­tert­pött­ches haben Karin Houck mit der Karl-Klin­zing-Pla­kette 2026 aus­ge­zeich­net. Im Thea­ter an der Kö wurde die frü­here Wir­tin des legen­dä­ren Näh­körb­chens für ihre Ver­dienste um Düs­sel­dorf geehrt. Die Ver­lei­hung ver­band eine fei­er­li­che Aus­zeich­nung mit einem unter­halt­sa­men Büh­nen­pro­gramm, das ganz auf die neue Pla­ket­ten­trä­ge­rin zuge­schnit­ten war.

Es war ein Abend, der ganz im Zei­chen einer Frau stand, die in Düs­sel­dorf längst Kult­sta­tus erreicht hat. Am Mon­tag­abend (2. Novem­ber) über­reich­ten die Mos­tert­pött­ches Karin Houck die Karl-Klin­zing-Pla­kette. Im Thea­ter an der Kö nahm die ehe­ma­lige Wir­tin des Näh­körb­chens die Aus­zeich­nung ent­ge­gen. Damit wür­digt die Gilde ihr jahr­zehn­te­lan­ges Wir­ken in der Düs­sel­dor­fer Alt­stadt und ihre beson­dere Bedeu­tung für das gesell­schaft­li­che Leben der Stadt.

Die Ehrung kam nicht von unge­fähr. Mehr als fünf Jahr­zehnte war Karin Houck in der Düs­sel­dor­fer Gas­tro­no­mie tätig. Bereits mit 17 Jah­ren begann sie 1974 als Kell­ne­rin im Näh­körb­chen. Spä­ter führte sie das Wes­pen­nest, grün­dete dort im Jahr 2000 die KG Regen­bo­gen und kehrte 2001 als Che­fin ins Näh­körb­chen zurück. Das Lokal wurde über viele Jahre zu einem Treff­punkt für Kar­ne­va­lis­ten, Stamm­gäste und die que­ere Szene Düs­sel­dorfs. Hier kamen Men­schen unter­schied­lichs­ter Her­kunft und Lebens­art zusammen.

Mit der Schlie­ßung des Näh­körb­chens Ende März 2026 ging zwar eine Ära zu Ende, Karin Houck bleibt Düs­sel­dorf jedoch erhal­ten. Inzwi­schen arbei­tet sie an zwei Tagen in der Woche in der Alt­stadt­liebe. Auch ihr Karins Kir­mes­körb­chen auf der Düs­sel­dor­fer Rhein­kir­mes gehört wei­ter­hin zu ihrem Engagement.

Für die Mos­tert­pött­ches war die Aus­zeich­nung eine beson­dere Wahl. Karin Houck ist die 63. Trä­ge­rin der seit 1960 ver­lie­he­nen Karl-Klin­zing-Pla­kette und erst die sechste Frau, die diese Ehrung erhält. Die Lau­da­tio war dem Vor­jah­res­preis­trä­ger Oli­ver Wil­me­ring vorbehalten.

Neben dem offi­zi­el­len Teil sorg­ten die Mos­tert­pött­ches für ein abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm. Wie es bei der jähr­li­chen Ver­lei­hung Tra­di­tion ist, hat­ten sie ein eige­nes Büh­nen­stück vor­be­rei­tet, das sich dies­mal ganz dem Leben und Wir­ken von Karin Houck wid­mete. Mit viel Humor und Düs­sel­dor­fer Lokal­ko­lo­rit wurde dabei die Geschichte der Alt­stadt­wir­tin auf die Bühne gebracht. Tanz­dar­bie­tun­gen und wei­tere Auf­tritte run­de­ten den Abend ab.

Nach der Über­gabe der Pla­kette trat Karin Houck selbst ans Red­ner­pult. Vor dem Publi­kum im Thea­ter an der Kö bedankte sie sich für die beson­dere Auszeichnung.

Die Ehrung ist nicht nur eine Aner­ken­nung für ihre jahr­zehn­te­lange Arbeit in der Gas­tro­no­mie, son­dern auch für ihre Rolle als Gast­ge­be­rin, die Men­schen zusam­men­ge­bracht und ihnen einen Ort gege­ben hat, an dem sie will­kom­men waren.

Die Karl-Klin­zing-Pla­kette erin­nert an den Düs­sel­dor­fer Kar­ne­va­lis­ten Karl Klin­zing (1899–1951). Mit ihr zeich­nen die Mos­tert­pött­ches seit 1960 Per­sön­lich­kei­ten aus, die sich um Düs­sel­dorf und seine Men­schen ver­dient gemacht haben. Bei Karin Houck trifft diese Wür­di­gung auf eine Frau, deren Name eng mit der Geschichte der Düs­sel­dor­fer Alt­stadt ver­bun­den ist.

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