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Düsseldorf erhält Landespreis als „Familienfreundliche Kommune“

Bei der Auszeichnung zur familienfreundlichen Kommune (v.l.n.r.): Verena Schäffer,Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW, vom Amt für Soziales und Jugend, Ute Petersen, Mareike Maschwitz, Ingrid Jahn-Lutkewitz, Marion Fleischer, Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, Ursula Kraus, Amt für Soziales und Jugend, sowie Stephan Glaremin, Leiter des Amtes für Soziales und Jugend. Glaremin © Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration NRW

Bei der Aus­zeich­nung zur fami­li­en­freund­li­chen Kom­mune (v.l.n.r.): Verena Schäf­fer, Minis­te­rin für Kin­der, Jugend, Fami­lie, Gleich­stel­lung, Flucht und Inte­gra­tion des Lan­des NRW, vom Amt für Sozia­les und Jugend, Ute Peter­sen, Mareike Maschwitz, Ingrid Jahn-Lut­ke­witz, Marion Flei­scher, Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler, Stadt­di­rek­tor Burk­hard Hintzsche, Ursula Kraus, Amt für Sozia­les und Jugend, sowie Ste­phan Glare­min, Lei­ter des Amtes für Sozia­les und Jugend. Glare­min © Minis­te­rium für Kin­der, Jugend, Fami­lie, Gleich­stel­lung, Flucht und Inte­gra­tion NRW

Land Nord­rhein-West­fa­len wür­digt die Düs­sel­dor­fer Prä­ven­ti­ons­kette. Sie ver­netzt Hilfs­an­ge­bote für Fami­lien, Kin­der, Jugend­li­che, ältere Men­schen und Men­schen mit Beeinträchtigungen.

Düs­sel­dorf ist als „Fami­li­en­freund­li­che Kom­mune 2026“ aus­ge­zeich­net wor­den. Das Minis­te­rium für Gleich­stel­lung, Flucht und Inte­gra­tion des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len wür­digte damit die Düs­sel­dor­fer Prä­ven­ti­ons­kette. Die Preis­ver­lei­hung fand am Don­ners­tag, 5. Novem­ber 2026, statt. Im Mit­tel­punkt steht ein Kon­zept, das Men­schen in unter­schied­li­chen Lebens­pha­sen früh­zei­tig unter­stützt und ihnen bes­sere Chan­cen auf gesell­schaft­li­che Teil­habe ermög­li­chen soll.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler sieht in der Aus­zeich­nung eine Aner­ken­nung für das Enga­ge­ment vie­ler Men­schen und Ein­rich­tun­gen in der Lan­des­haupt­stadt. „Sie zeigt, wie wich­tig die Zusam­men­ar­beit von Ver­wal­tung, freien Trä­gern, Ein­rich­tun­gen und Men­schen vor Ort ist, um Düs­sel­dorf gemein­sam fami­li­en­freund­lich und lebens­wert zu gestal­ten“, erklärte Kel­ler. Die Prä­ven­ti­ons­kette ver­binde die Ange­bote ver­schie­de­ner Ämter und Trä­ger zu einer gemein­sa­men Strategie.

Unter­stüt­zung von Anfang an
Die Hil­fen set­zen bereits rund um die Geburt ein. Dazu gehö­ren bei­spiels­weise Lot­sen­dienste in Geburts­kli­ni­ken. Wei­tere Anlauf­stel­len und Ange­bote fin­den Fami­lien in Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen, der offe­nen Kin­der- und Jugend­ar­beit sowie bei quar­tiers­be­zo­ge­nen Gesundheitsangeboten.

Dabei beschränkt sich das Kon­zept nicht allein auf Fami­lien mit klei­nen Kin­dern. Auch die Bedürf­nisse älte­rer Men­schen und von Men­schen mit Beein­träch­ti­gun­gen wer­den berück­sich­tigt. Ziel ist es, Bar­rie­ren abzu­bauen und allen Men­schen eine gleich­be­rech­tigte Teil­nahme am gesell­schaft­li­chen Leben zu ermöglichen.

Stadt­di­rek­tor Burk­hard Hintzsche, Dezer­nent für Sozia­les und Jugend, betont, dass Unter­stüt­zung mög­lichst früh­zei­tig, wohn­ort­nah und unkom­pli­ziert erreich­bar sein müsse. Ent­schei­dend seien nicht nur ein­zelne Ange­bote, son­dern ver­läss­li­che Struk­tu­ren, die Men­schen über ver­schie­dene Lebens­pha­sen hin­weg begleiten.

Ange­bote bes­ser mit­ein­an­der ver­net­zenEin wich­ti­ger Bestand­teil der Prä­ven­ti­ons­kette ist die Zusam­men­ar­beit unter­schied­li­cher Berei­che. Jugend­hilfe, Gesund­heit, Bil­dung, Stadt­pla­nung und Sport sol­len ihre Ange­bote stär­ker auf­ein­an­der abstim­men. Dadurch kön­nen Unter­stüt­zungs­be­darfe frü­her erkannt und Ver­sor­gungs­lü­cken geschlos­sen werden.

Eine zen­trale Über­sicht bie­tet der Düs­sel­dor­fer Prä­ven­ti­ons­na­vi­ga­tor. Dort sind bestehende Ange­bote gebün­delt und für Bür­ger sowie Fach­kräfte leich­ter auf­find­bar. Wei­tere Ein­rich­tun­gen und Pro­jekte kön­nen ihre Ange­bote über ein Ein­ga­be­for­mu­lar oder per E‑Mail an praeventionsnavigator@duesseldorf.de melden.

Infor­ma­tio­nen gibt es unter www.duesseldorfer-praeventionsnavigator.de.

Auch Kin­der­ar­mut steht im Fokus
Zum Düs­sel­dor­fer Prä­ven­ti­ons­an­satz gehört außer­dem der Kampf gegen Kin­der­ar­mut. Über den Chan­cen­fonds wer­den inno­va­tive Pro­jekte geför­dert, die dazu bei­tra­gen sol­len, die Fol­gen von Armut zu verringern.

Mit dem Betei­li­gungs­pro­jekt „Düs­sel­dorf fragt nach – mehr Betei­li­gung wagen“ hat die Stadt gemein­sam mit Hoch­schu­len zudem neue Wege ent­wi­ckelt, um Men­schen mit Armut­s­er­fah­rung stär­ker in kom­mu­nale Ent­schei­dungs­pro­zesse einzubeziehen.

Düs­sel­dorf ist bereits seit 2010 als fami­li­en­ge­rechte Kom­mune zer­ti­fi­ziert. Mit der Prä­ven­ti­ons­kette soll die­ser Anspruch wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den. Gesund­heits­för­de­rung, Bil­dung, soziale Unter­stüt­zung und gesell­schaft­li­che Teil­habe wer­den dabei als zusam­men­hän­gende Auf­ga­ben ver­stan­den. Die Lan­des­aus­zeich­nung wür­digt nun die­sen Ansatz und die Zusam­men­ar­beit der zahl­rei­chen Beteiligten.

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