Von Gabriele Schreckenberg
Der Mittsommer meinte es gut mit den Kaiserswerthern und allen Gästen, die am 20. Juni zum großen Fest – dem 40. Geburtstag des Klemensviertels – gekommen waren.
Ab 10 Uhr hatten alle Geschäfte geöffnet, und in der Gastronomie waren freie Plätze kaum zu finden. Die Menschen ließen es sich unter den Sonnenschirmen gut gehen und konnten so selbst knapp 39 Grad noch gut ertragen. Hochsommer eben.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller drehte nach der Eröffnung im Museum Kaiserswerth und der offiziellen Feierstunde eine kleine Runde durch das Klemensviertel, um sich selbst ein Bild von der Veranstaltung zu machen. Und dieses Bild fiel durchweg positiv aus: volle Terrassen, zufriedene Geschäftsleute und viele kreative Ideen, die sich die Beteiligten hatten einfallen lassen.
So etwa Andrea Dahmen von „Maison de Fil“, die weiße Fächer und kleine Beutel mit der Aufschrift „Schön, dass du da bist!“ verteilte. Auch Goldschmied Niklas Reinke begeisterte mit japanischem Fingerfood samt Stäbchen. Lachsfrikadellen, Edamame, Gemüsesushi und weitere Köstlichkeiten kamen bei den Gästen hervorragend an.
Gruß aus der Küche
„Das ist ein Gruß von Masa, die früher das Four Seasons am Kaiserswerther Markt betrieben hat. Heute ist sie mit ihrem Soulfood-Restaurant am Belsenplatz in Oberkassel zu finden. Wir vermissen sie sehr!“
Auch Ayhan stand mit einem Lächeln vor seinem Kaffeewagen und schenkte neben Espresso auch Latte Macchiato aus. Dazu gab es gefüllte Cornettos und weitere Leckereien. In den vergangenen Monaten war er am Kaiserswerther Markt 61, im ehemaligen Tappert-Geschäft, zu finden. Doch die Stadt hat das Gebäude eingerüstet, und nun bleibt das Gerüst deutlich länger stehen als ursprünglich gedacht.
„So kann ich den Sommer über nicht bleiben, ohne Tische draußen“, betont er. Deshalb sucht er neue Räumlichkeiten in Kaiserswerth, in denen er sich niederlassen kann (Angebote unter 0178/412 06 44).
Mario Saitta vom gleichnamigen Restaurant und Ayhan kennen sich gut. Für einen kurzen Plausch ist immer Zeit – auch wenn viel Betrieb herrscht. Und italienisches Essen schmeckte an diesem Tag besonders gut: frische Pasta, Risotto und dazu hervorragende Weine. Bei Saitta saßen nicht nur Stammkunden, sondern auch viele Gäste, die das Fest mitfeiern wollten.
Die Stimmung im Klemensviertel war so ausgelassen, dass viele am liebsten noch länger geblieben wären. Mittsommernacht eben. Der längste Tag des Jahres wollte gebührend gefeiert werden. Ein überaus gelungenes Fest!

