Düsseldorfer Jonges zeichnen Biologin Elena Peeters aus

Bei der Preisverleihung: Dr. Reinhold Hahlhege, Baas der Düsseldorfer Jonges, Vize-Baas Timo Greinert, Preisträgerin Elena Peeters und Vize-Baas David Mondt. © Lokalbüro
3.000 Euro für Masterarbeit über nachhaltigen Gemüseanbau in Düsseldorf-Hamm
Die Düsseldorfer Jonges haben Elena Peeters mit ihrem Förderpreis für wissenschaftliche Studien 2026 ausgezeichnet. Die Biologin erhält 3.000 Euro für ihre Masterarbeit an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Darin untersuchte sie, wie aktivierte Pflanzenkohle das Wachstum von Zucchini beeinflusst. Das Experiment fand in Düsseldorf-Hamm statt.
Die Preisverleihung erfolgte am Dienstagabend (27. Oktober) im Rahmen des Heimatabends der Düsseldorfer Jonges. Mit ihrer Arbeit verbindet Elena Peeters wissenschaftliche Forschung mit einer konkreten Frage für den Gemüseanbau vor Ort: Wie lassen sich Böden nachhaltig verbessern, um Pflanzen auch unter veränderten Klima- und Bodenbedingungen erfolgreich anzubauen?
Peeters studierte von 2018 bis 2022 im Bachelor und anschließend bis 2025 im Master Biologie an der Heinrich-Heine-Universität. Ihr Schwerpunkt lag auf Pflanzenwissenschaften und der Ernährungssicherheit im Klimawandel. Für ihre Masterarbeit untersuchte sie den Einfluss aktivierter Pflanzenkohle auf das Wachstum und die Fruchtbildung zweier alter Zucchinisorten unter Hobby-Biogartenbedingungen.
Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit den Düsseldorfer Start-ups Hammer Ernte und keep it grün. Die Ergebnisse wurden nicht nur wissenschaftlich ausgewertet, sondern auch der Öffentlichkeit vorgestellt. Dazu gehörten ein Informationstag, ein Blogbeitrag und ein YouTube-Video. Damit sollten die Erkenntnisse auch für interessierte Bürger und Menschen mit eigenem Garten zugänglich werden.
David Mondt, Vize-Baas der Düsseldorfer Jonges und Organisator des Förderpreises, hob insbesondere den praktischen Nutzen der Arbeit für Düsseldorf hervor. Die Verbindung von wissenschaftlicher Forschung, der Zusammenarbeit mit lokalen Start-ups und der Vermittlung der Ergebnisse an die Öffentlichkeit sei ein wichtiger Grund für die Auszeichnung.
Auch Jonges-Baas Dr. Reinhold Hahlhege betonte die Bedeutung der Wissenschaft für die Zukunft der Stadt. Mit dem Förderpreis wollen die Düsseldorfer Jonges nach eigenen Angaben zeigen, welchen Beitrag wissenschaftliche Arbeiten zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen und zur Entwicklung Düsseldorfs leisten können.
Bei der Preisverleihung sprach Prof. Dr. Anja Steinbeck, Rektorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, ein Grußwort. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Petra Bauer, Professorin für Botanik an der Universität. Sie hatte die Masterarbeit von Elena Peeters betreut und begutachtet.
Förderpreis mit Düsseldorfer Bezug
Die Düsseldorfer Jonges vergeben den Förderpreis für wissenschaftliche Studien alle zwei Jahre. Die Auszeichnung ist mit 3.000 Euro dotiert. Prämiert werden herausragende wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit der Landeshauptstadt befassen und neue Erkenntnisse über Düsseldorf liefern. Berücksichtigt werden unterschiedliche Fachrichtungen, darunter Geistes- und Naturwissenschaften, Recht, Wirtschaft, Medizin und Kunstgeschichte.
Mit der Auszeichnung von Elena Peeters rückt ein Thema in den Mittelpunkt, das angesichts des Klimawandels und der Frage nach einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion an Bedeutung gewinnt: die Suche nach Möglichkeiten, Gemüse umweltschonender anzubauen und die Bodenqualität langfristig zu verbessern.