125 Jahre Martinszüge in Angermund
Von Gabriele Schreckenberg
Es geht um Angermund, das Tim Küsters ein Herzensanliegen ist. Der gebürtige Angermunder liebt seine Heimat und bringt das seit einigen Jahren immer wieder zu Papier.
Im vergangenen Jahr brachte der Jurist das Buch „Heimat schmeckt nach Weihnachten“ heraus, in dem etwa zehn Autorinnen und Autoren über lieb gewordene Bräuche, Traditionen und Sitten rund um das Weihnachtsfest plauderten.
Tim Küsters ist auch der 1. Vorsitzende der Adventsfreunde Angermund e. V., die seit vielen Jahren im Dezember Abende an den Haustüren vieler Angermunder Familien gestalten, wie sie gefeiert werden können: mit einem Lied, Geselligkeit und einem heißen Kakao.
Leuchtendes Bürgerhaus
Nun sind die Martinszüge und ihre Tradition an der Reihe.
Vor zwei Tagen hat das Martinskomitee Angermund von 1901 e. V. sein 125-jähriges Jubiläum gefeiert. Das war für Tim Küsters Anlass genug, der Tradition in der Rosenstadt ein 60 Seiten starkes Buch zu widmen.
Beiträge in Wort und Bild, Gedichte, traditionelle Lieder und Geschichten füllen das Buch. Auch ein Weckmann-Rezept ist dabei.
In dem Buch kommen der ehemalige Schulrektor Antonius Labonté (70er- bis 80er-Jahre) ebenso zu Wort wie die Freiwillige Feuerwehr Angermund, der langjährige Vorsitzende des Martinskomitees, Wolfgang Stecher, und manche Bürgerinnen und Bürger.
Seitdem das Martinskomitee Angermund am 3. November sein Jubiläum gefeiert hat, leuchtet das Bürgerhaus an der Graf-Engelbert-Straße als „Große Martinsfackel“. Die Idee dazu hatten Tim Küsters, Peters Jakobs und Wolfgang Stecher.
„Der Martinsabend hat diese besondere Kraft. Er lässt Erwachsene wieder Kinder werden und macht aus Kindern für einen Moment kleine Helden“, betont Tim Küsters. Das Buch kann im Bürgerhaus Angermund erworben werden.
