Sportstiftung NRW bringt Athleten beim ersten Skill Day in Düsseldorf zusammen

SkillDay Sportstiftung NRW Teilnehmer © Sportstiftung
30 geförderte Sportler nutzten im PSD BANK DOME die Gelegenheit, sich abseits des Trainings weiterzubilden. Im Mittelpunkt standen mentale Stärke, berufliche Perspektiven und der richtige Auftritt in sozialen Medien.
Spitzensport verlangt nicht nur körperliche Höchstleistungen. Auch mentale Stärke, berufliche Perspektiven und der Umgang mit sozialen Medien spielen für Athleten eine wichtige Rolle. Diesen Themen widmete sich der erste Skill Day der Sportstiftung NRW am Donnerstag (5. November) im PSD BANK DOME in Düsseldorf. 30 geförderte Sportler nahmen an dem neuen Veranstaltungsformat teil. Gastgeber war erstmals D.SPORTS.
Die Veranstaltung richtete sich an Athleten ab 18 Jahren aus olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Sportarten. Das Interesse war groß: Bereits nach wenigen Stunden waren alle Plätze vergeben.
„Unsere finanzielle Unterstützung kennen die Athletinnen und Athleten. 700 Talente sehen sie jeden Monat auf ihrem Kontoauszug. Dass sie noch viel mehr Angebote kostenfrei nutzen können, ist vielen nicht bewusst“, erklärte Lucas Flümann, Geschäftsführer der Sportstiftung NRW. Mit dem Skill Day solle die ideelle Förderung erstmals gebündelt an einem Tag erlebbar werden.
Zum Auftakt sprachen Bastian Becker, Director Sports bei D.LIVE, und Valentin Baus über die Unterstützung von Spitzensportlern am Beispiel Düsseldorf. Baus ist Paralympics-Sieger sowie Welt- und Europameister im Para-Tischtennis und gehört zum Förderteam D.HEROES von D.SPORTS. Thema war auch die Herausforderung, Spitzensport und berufliche Entwicklung miteinander zu vereinbaren.
Drei Workshops für die persönliche Entwicklung
In drei Workshops erhielten die Teilnehmer praktische Impulse. Theresa Wiesen von der Initiative „mentaltalent“ an der Deutschen Sporthochschule Köln zeigte, wie sich mentale Stärke gezielt trainieren lässt. Dabei geht es darum, auch unter Druck Gedanken, Aufmerksamkeit und Handeln kontrollieren zu können. Sportpsychologische Unterstützung sei deshalb nicht erst sinnvoll, wenn Probleme auftreten, sondern könne jederzeit helfen, das eigene Leistungspotenzial auszuschöpfen.
Um berufliche Perspektiven ging es im Workshop von Anna Limbach. Die ehemalige Säbelfechterin berichtete von ihren Erfahrungen mit dem Wechsel vom Leistungssport in den Beruf. Heute arbeitet sie in leitender Funktion in der Unternehmenskommunikation und lehrt an der Deutschen Sporthochschule. Fähigkeiten wie Leistungsbereitschaft, Zielstrebigkeit und Teamfähigkeit seien auch in der Wirtschaft gefragt und könnten Sportlern beim beruflichen Einstieg helfen.
Wie Athleten soziale Medien sinnvoll nutzen können, vermittelte Creatorin und Parkour-Sportlerin Silke Sollfrank. Ihr Rat: Wer weiß, wofür er steht, kann authentisch auftreten. Da die Zeit neben dem Leistungssport knapp ist, helfe eine klare Planung bei der Erstellung von Inhalten.
Eishockey als gemeinsamer Abschluss
Nach den Workshops richtete sich der Blick auf die großen Eishockey-Ereignisse, die Düsseldorf in den kommenden Jahren erwartet. Beim Talk „BEHIND.DÜSSELDORF ON ICE“ im Business Club ging es um die NHL Global Series im Dezember 2026 und die IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft im Mai 2027.
Bastian Becker betonte die Bedeutung einer Zusammenarbeit zwischen landesweiter und kommunaler Sportförderung. Die Sportstiftung NRW und die Düsseldorfer Initiative D.HEROES könnten gemeinsam dazu beitragen, Spitzensportlern bessere Bedingungen zu bieten.
Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Besuch des Deutschland-Cup-Länderspiels zwischen Deutschland und Österreich im PSD BANK DOME.
Auch die Teilnehmer zogen ein positives Fazit. Sportschützin Franka Janssen von der SSG Kevelaer hob vor allem den persönlichen Austausch und das Knüpfen neuer Kontakte hervor. Stabhochspringer Ben Duwenbeck von der LG Olympia Dortmund bezeichnete Angebote wie den Skill Day als ebenso wichtig wie die finanzielle Unterstützung. Besonders beeindruckt habe ihn das professionelle Umfeld und der gemeinsame Besuch des Eishockeyspiels.
Die Sportstiftung NRW unterstützt ihre Talente neben der finanziellen Förderung mit verschiedenen Angeboten. Dazu gehören die sportpsychologische Betreuung durch „mentaltalent“, ein Netzwerk aus rund 30 Unternehmen und gesellschaftlichen Akteuren für Mentoring und berufliche Perspektiven sowie Workshops zum Umgang mit sozialen Medien. Allein über „mentaltalent“ wurden seit 2007 nach Angaben der Stiftung mehr als 11.300 Athleten betreut.