Symbolbild Pferderenn auf der Galopprennbahn Grafenberg © LB / Olf Oistmann

Sym­bol­bild Pfer­de­renn auf der Galopp­renn­bahn Gra­fen­berg © LB / Olf Oistmann

 

Der für kom­men­den Sonn­tag, 23. August, geplante Renn­tag auf der Galopp­renn­bahn Gra­fen­berg in Düs­sel­dorf fin­det nicht statt. Wie der Düs­sel­dor­fer Rei­ter- und Renn­ver­ein (DRRV) mit­teilte, haben Wild­schweine das Geläuf so stark beschä­digt, dass eine sichere Durch­füh­rung der Ren­nen nicht mehr gewähr­leis­tet wer­den kann. Bereits erwor­bene Tickets wer­den erstat­tet, der Ver­an­stal­ter will sich dazu direkt an die Kun­den wenden.

Nach eige­nen Anga­ben hatte der Ver­ein in den ver­gan­ge­nen Tagen gemein­sam mit Exper­ten alles ver­sucht, um den Renn­tag mit sei­nem hoch­ka­rä­ti­gen Pro­gramm zu ret­ten. Die betrof­fe­nen Berei­che der Bahn wur­den inten­siv geprüft, ver­schie­dene Vari­an­ten einer schnel­len Instand­set­zung durch­ge­spielt. Am Ende blieb den Ver­ant­wort­li­chen jedoch keine andere Wahl, als abzusagen.

Wie­der­holte Wild­schwein­schä­den machen Bahn unbespielbar

Sascha Wöh­ler von der Renn­bahn-Prü­fungs­kom­mis­sion machte deut­lich, wie gra­vie­rend die Schä­den sind: Durch wie­der­hol­tes Ein­drin­gen von Wild­schwein­rot­ten seien in ent­schei­den­den Berei­chen des Geläufs erheb­li­che Flur­schä­den ent­stan­den. Weder die Funk­ti­ons­fä­hig­keit noch die Belast­bar­keit oder Sicher­heit der Bahn seien der­zeit gege­ben, eine fach­ge­rechte Repa­ra­tur in der ver­blei­ben­den Zeit sei schlicht nicht möglich.

DRRV-Prä­si­dent Dr. Alex­an­der Bethke-Jae­ni­cke zeigte sich sicht­lich betrof­fen von der Ent­schei­dung. Sie wider­spre­che dem eige­nen Anspruch des Ver­eins als ver­läss­li­cher Pre­mium-Ver­an­stal­ter, so Bethke-Jae­ni­cke. Das Green­kee­ping-Team um Fre­de­ric Böhm habe zusam­men mit exter­nen Fach­leu­ten seit Tages­be­ginn mit Hoch­druck an einer Lösung gear­bei­tet. Auch mit Blick auf die aktu­elle Wet­ter­lage müsse man aber nüch­tern fest­stel­len, dass sich bis Sonn­tag keine aus­rei­chend pro­fes­sio­nel­len Bedin­gun­gen für Pferde und Rei­ter mehr schaf­fen lie­ßen. Die Absage sei damit alter­na­tiv­los. Bethke-Jae­ni­cke dankte in die­sem Zusam­men­hang unter ande­rem Andrea Hön­ges­berg, Klaus All­ofs und Nor­bert Böhm für die Lei­tung des kurz­fris­tig ein­ge­rich­te­ten Kri­sen­stabs sowie Deut­scher Galopp und des­sen Geschäfts­füh­rer Daniel Krü­ger für die enge Abstim­mung in den ver­gan­ge­nen Stunden.

Auch Deut­scher Galopp bedau­ert Aus­fall des star­ken Programms

Auch bei Deut­scher Galopp herrscht Bedau­ern über den Aus­fall. Geschäfts­füh­rer Daniel Krü­ger ver­wies dar­auf, dass Düs­sel­dorf für den Sonn­tag ein beson­ders star­kes Pro­gramm mit hoch­wer­ti­gen Fel­dern vor­be­rei­tet hatte – sport­lich wäre es ein her­aus­ra­gen­der Renn­tag gewor­den. Bei der Sicher­heit von Pferd und Rei­ter dürfe es aber keine Kom­pro­misse geben, so Krü­ger. Unter den gege­be­nen Umstän­den sei die Absage die ein­zig ver­tret­bare Ent­schei­dung gewesen.

Auch das für den Tag geplante Fami­li­en­pro­gramm der Stadt­spar­kasse Düs­sel­dorf mit Mit­mach-Stän­den und Show­ein­la­gen fällt damit aus. Ob es an einem der kom­men­den Renn­tage nach­ge­holt wird, prüft der Ver­ein der­zeit noch.

Nächs­ter Ter­min: Gour­met-Renn­tag am 13. September

Der Galopp­sport auf dem Gra­fen­berg geht jedoch bald wei­ter: Die nächste Ver­an­stal­tung ist der Gour­met-Renn­tag am Sonn­tag, den 13. Sep­tem­ber. Sport­li­cher Höhe­punkt ist dabei der Große Preis von BRATA, ein mit 55.000 Euro dotier­tes Auk­ti­ons­ren­nen. Den Sai­son­ab­schluss bil­det schließ­lich der Große Preis der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf am 4. Okto­ber 2026.