Deutsche Post rollt Gesundheitsprogramm in Düsseldorf aus

Deut­sche Post rollt Gesund­heits­pro­gramm in Düs­sel­dorf aus

 

 

Pakete heben, auf unebe­nem Pflas­ter balan­cie­ren, Trep­pen neh­men: Der All­tag von Post­zu­stel­lern ver­langt dem Kör­per eini­ges ab. Genau hier setzt die Deut­sche Post jetzt mit einer breit ange­leg­ten Initia­tive an. Nach einer zwei­jäh­ri­gen Pilot­phase star­tet das Unter­neh­men das Gesund­heits­pro­gramm „Ergo” – auch am Zustell­stütz­punkt Kies­he­cker Weg in Düsseldorf.

Im Mit­tel­punkt steht die Zusam­men­ar­beit mit Sport­wis­sen­schaft­ler und Coach Hanjo Fritz­sche, der die Beschäf­tig­ten direkt wäh­rend der Arbeit beglei­tet. Statt sepa­ra­ter Kurse wer­den gesund­heits­för­dernde Bewe­gungs­ab­läufe unmit­tel­bar in die Zustell­rou­ten und die Arbeit am Stütz­punkt inte­griert. Über fünf Wochen hin­weg trai­nie­ren die Zustel­ler täg­lich rücken­scho­nende Tech­ni­ken, kom­bi­niert mit geziel­tem Gleich­ge­wichts­trai­ning. Ziel ist es, die neuen Bewe­gungs­mus­ter so tief zu ver­an­kern, dass sie dau­er­haft im Berufs­all­tag bleiben.

Kon­kret bedeu­tet das etwa: Beim Ent­la­den schwe­rer Pakete kommt der Aus­fall­schritt zum Ein­satz, um den Rücken zu ent­las­ten. Beim Scan­nen von Sen­dun­gen wird ein­bei­nig balan­ciert – eine ein­fa­che Übung, die neben­bei die tiefe Rumpf­mus­ku­la­tur stärkt. Sol­che kur­zen Ein­hei­ten sol­len künf­tig fest mit All­tags­si­gna­len ver­knüpft wer­den, etwa dem bewuss­ten Lockern der Schul­tern zwischendurch.

Aus den bis­he­ri­gen Pilot­stand­or­ten zieht die Deut­sche Post eine posi­tive Bilanz: Mus­kel-Ske­lett-Erkran­kun­gen und Stol­per­un­fälle seien dort spür­bar zurück­ge­gan­gen, das Wohl­be­fin­den der Beleg­schaft habe sich ver­bes­sert. Ingo Kutsch, Nie­der­las­sungs­lei­ter im Unter­neh­mens­be­reich Post & Paket Deutsch­land, betont die Bedeu­tung des Pro­gramms für den Arbeits­schutz im Unter­neh­men und ver­weist auf ein gestärk­tes Mit­ein­an­der im Team als wei­te­ren posi­ti­ven Effekt der Maßnahme.

Neben dem Trai­nings­pro­gramm macht sich die DHL Group auch poli­tisch für den Schutz ihrer Zustel­ler stark: Das Unter­neh­men for­dert eine gesetz­li­che Ober­grenze von 23 Kilo­gramm für Pakete. Ange­sichts des wei­ter wach­sen­den Paket­auf­kom­mens sieht der Kon­zern darin einen wich­ti­gen Bau­stein, um die kör­per­li­che Belas­tung der Zustel­le­rin­nen und Zustel­ler bun­des­weit lang­fris­tig zu begrenzen.

Für sein Kon­zept wurde „Ergo” bereits aus­ge­zeich­net: Im ver­gan­ge­nen Jahr erhielt das Pro­gramm den Son­der­preis „Ergo­no­mics” im Rah­men des Cor­po­rate Health Award.