Auf'm Hennekamp: Der neue Radweg schließt am Knotenpunkt Mecumstraße an. © Landeshauptstadt Düsseldorf/Amt für Verkehrsmanagement

Auf’m Hen­ne­kamp: Der neue Rad­weg schließt am Kno­ten­punkt Mecum­straße an. © Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf/Amt für Verkehrsmanagement

 

Die Lan­des­haupt­stadt setzt ihre Stra­te­gie zum Aus­bau des Rad­ver­kehrs auch in die­sem Jahr kon­se­quent fort. Neben den bei­den gro­ßen Rad­leit­rou­ten Nord-Süd und West-Ost ent­ste­hen im gesam­ten Stadt­ge­biet zahl­rei­che klei­nere Maß­nah­men, die das Rad­fah­ren siche­rer und all­tags­taug­li­cher machen sol­len – von neuen Rad­fahr­strei­fen über Fahr­rad­stra­ßen bis hin zu punk­tu­el­len Ver­bes­se­run­gen an Kreuzungen.

Der Trend zur umwelt­freund­li­chen Mobi­li­tät ist in Düs­sel­dorf längst spür­bar: Rund 70 Pro­zent aller Wege wer­den inzwi­schen zu Fuß, mit dem Rad oder mit Bus und Bahn zurück­ge­legt. Der Anteil des Rad­ver­kehrs am Gesamt­ver­kehr ist in den ver­gan­ge­nen Jah­ren von 18 auf 21 Pro­zent gestiegen.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler ver­weist auf die Fort­schritte des ver­gan­ge­nen Jah­res, in dem mehr als fünf Kilo­me­ter neue oder opti­mierte Rad­ver­kehrs­an­la­gen ent­stan­den seien. Ins­ge­samt seien auf den bei­den Leit­rou­ten inzwi­schen rund neun Kilo­me­ter fertiggestellt.

Erste Pro­jekte bereits abgeschlossen

Meh­rere Vor­ha­ben konn­ten in die­sem Jahr schon rea­li­siert wer­den. Dazu zäh­len der Aus­bau des Geh- und Rad­wegs auf der Straße Auf’m Hen­ne­kamp, die Besei­ti­gung einer Eng­stelle an der Moritz-Som­mer-Straße sowie die Ein­rich­tung neuer Fahr­rad­stra­ßen auf der Lim­burg­straße und der Guten­berg­straße. Auch die bau­li­chen Arbei­ten im ers­ten Abschnitt der süd­li­chen Fried­rich­straße zwi­schen Bach­straße und Fürs­ten­wall sind bis auf wenige Rest­ar­bei­ten abgeschlossen.

Für die kom­men­den Monate sind wei­tere Pro­jekte in Vor­be­rei­tung, etwa die Öff­nung der Neus­ser Straße als Ein­bahn­straße für Rad­fah­rer, ein neuer Rad­fahr­strei­fen an der Gube­ner Straße sowie der Umbau der nörd­li­chen Fried­rich­straße. Wie die Stadt betont, hän­gen Umset­zung und Bau­be­ginn die­ser Vor­ha­ben von der wei­te­ren Ent­wick­lung der städ­ti­schen Haus­halts­lage ab, da der Haus­halt der­zeit noch nicht frei­ge­ge­ben ist.

Viele kleine Schritte mit gro­ßer Wirkung

Neben den gro­ßen Bau­pro­jek­ten setzt die Ver­wal­tung auf zahl­rei­che punk­tu­elle Ver­bes­se­run­gen im bestehen­den Netz – häu­fig ange­sto­ßen durch Hin­weise aus der Bür­ger­schaft, den Bezirks­ver­tre­tun­gen oder dem ADFC Düs­sel­dorf. Hol­ger Oden­thal, stell­ver­tre­ten­der Lei­ter des Amtes für Ver­kehrs­ma­nage­ment, betont, dass sol­che Maß­nah­men auf den ers­ten Blick klein wirk­ten, für die Sicher­heit im All­tag aber einen gro­ßen Unter­schied machten.

Bei­spiele aus die­sem Jahr sind neue Rad­ver­kehr­spik­to­gramme an der Hal­te­stelle Uni-Kli­ni­ken und an der Him­mel­geis­ter Straße, die Tren­nung von Fuß- und Rad­ver­kehr am Kö-Bogen II sowie Rot­mar­kie­run­gen der Rad­ver­kehrs­fur­ten an der Köl­ner Land­straße. Auch die Kam­pa­gne „Gemein­sam mit Rück­sicht“, die mit Pik­to­gram­men auf gegen­sei­tige Rück­sicht­nahme auf gemein­sa­men Geh- und Rad­we­gen hin­weist, gehört dazu.

Ergänzt wer­den die Maß­nah­men durch lau­fende Pfle­ge­ar­bei­ten wie Rei­ni­gung und Grün­schnitt an Rad­we­gen, etwa an der Frank­fur­ter Straße und der Itterstraße.

Aus­blick auf 2027

Für das kom­mende Jahr sind unter ande­rem der Neu­bau eines Rad­wegs an der Hein­rich-Erhardt-Straße sowie neue Rad­ver­kehrs­an­la­gen an der Königs­ber­ger Straße in Vor­be­rei­tung. Auch der beschlos­sene Schutz­strei­fen auf der West­seite der Königs­al­lee soll 2027 mar­kiert wer­den. Die Umset­zung der Molt­ke­straße, ursprüng­lich für die­ses Jahr geplant, ver­schiebt sich wegen der vor­läu­fi­gen Haus­halts­füh­rung und Abhän­gig­kei­ten zu ande­ren Bau­pro­jek­ten eben­falls ins kom­mende Jahr.

Ob und in wel­chem Umfang die für 2027 vor­be­rei­te­ten Pro­jekte tat­säch­lich umge­setzt wer­den, ent­schei­det sich im wei­te­ren Pla­nungs- und Haus­halts­pro­zess der Stadt.