Odeth kann wieder sorgenfrei leben. Links: Dr. med. habil. Betram Reingruber, Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie und Kindertraumatologie,  rechts: Christine Taylor © F. Elschner, Kaiserswerther Diakonie

Odeth kann wie­der sor­gen­frei leben. Links: Dr. med. habil. Betram Rein­gru­ber, Chef­arzt der Kli­nik für Kin­der­chir­ur­gie und Kin­der­trau­ma­to­lo­gie, rechts: Chris­tine Tay­lor © F. Elsch­ner, Kai­sers­wert­her Diakonie

 

Odeth ist drei Jahre alt. Ihr Leben ver­dankt sie glück­li­chen Umstän­den, wenn man das so sagen darf. Denn am Anfang war alles andere als glück­lich – eher lebensbedrohlich.

Als Odeth in Angola zur Welt kam, hatte sie eine Bauch­spalte. Weil die vor­dere Bauch­wand nicht gesund war, ent­wi­ckelte sich ihre Leber wie eine Kugel in den Bauch­raum hinein.

In Angola konnte Odeth nicht ope­riert wer­den. Die Gründe lie­gen auf der Hand: zu teuer, zu auf­wen­dig, und es gibt zu wenige medi­zi­ni­sche Möglichkeiten.

Und hier kom­men zwei Wun­der ins Spiel, die Odeths Leben ret­te­ten: das Frie­dens­dorf in Ober­hau­sen und die medi­zi­ni­schen Künste der Kai­sers­wert­her Florence-Nightingale-Klinik.

Die Geschichte vorab

Und das ging so:

Jens Große-Wei­schede vom Frie­dens­dorf Ober­hau­sen erzählt: „Wir haben auf der gan­zen Welt etwa 200 Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen, die vor Ort die Kin­der aus­su­chen, wel­che drin­gende medi­zi­ni­sche Hilfe brau­chen. Wir sind in Deutsch­land sehr gut mit moder­nen Kli­ni­ken ver­netzt, die auf schwie­rige Ope­ra­tio­nen und Ein­griffe spe­zia­li­siert sind. Das sind sehr ver­läss­li­che Part­ner in gro­ßen und klei­ne­ren Städten.

Jedes Jahr kom­men allein aus Angola bis zu 70 Kin­der nach Deutsch­land. Die meis­ten blei­ben ein Jahr bei uns, man­che län­ger. Das schaf­fen die Kin­der sehr gut, denn fast alle kom­men aus sehr gro­ßen Fami­lien, die viele Geschwis­ter haben. Von daher sind die Kin­der früh selbst­stän­dig“, berich­tet er.

Drei Mahl­zei­ten am Tag

Die Kin­der schät­zen die Für­sorge und die Auf­merk­sam­keit, die ihnen in den Kli­ni­ken zuteil­wird. So auch Odeth. Am Anfang sind sie völ­lig über­rascht, dass es drei feste Mahl­zei­ten am Tag gibt. Das ken­nen sie so nicht.

Odeth war mit zwei Jah­ren eine sehr junge Pati­en­tin. Die meis­ten Kin­der sind etwa sie­ben oder acht Jahre alt, wenn sie hierherkommen.

Odeth wurde auf dem Hin- und Rück­flug von Mit­ar­bei­tern des Frie­dens­dorfs Ober­hau­sen beglei­tet. Das Frie­dens­dorf arbei­tet kom­plett spen­den­fi­nan­ziert und wird im kom­men­den Jahr 60 Jahre alt.

„Auch mit der Kai­sers­wert­her Dia­ko­nie arbei­ten wir seit Jah­ren eng zusam­men. Und es funk­tio­niert sehr gut und har­mo­nisch“, betont Jens Große-Weischede.

Bei der Kai­sers­wert­her Dia­ko­nie gibt es eine För­der­stif­tung, den „Not­hil­fe­fonds“. Auch aus die­sem Topf kamen Gel­der für die Ope­ra­ti­ons­kos­ten und den Auf­ent­halt. Hier ist Chris­tine Tay­lor die Vor­sit­zende des Fund­rai­sings in Kaiserswerth.

Sicher hat Odeth sogar meh­rere Wun­der erlebt. Denn nach der ers­ten Ope­ra­tion kam es zu post­ope­ra­ti­ven Kom­pli­ka­tio­nen, die in Kai­sers­werth beho­ben wer­den konnten.

Inzwi­schen ist die Bauch­haut der Drei­jäh­ri­gen abge­heilt. Sie konnte wie­der in ihre Hei­mat und zu ihrer Fami­lie reisen.

Wer die För­der­stif­tung der Kai­sers­wert­her Dia­ko­nie mit einer Spende unter­stüt­zen möchte:

Not­hil­fe­fonds – Kenn­wort „Not­hil­fe­fonds“
Bank für Kir­che und Dia­ko­nie eG (KD-Bank)
IBAN: DE61 3506 0190 0000 6506 50