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Nordfriedhof in besonderem Licht: Düsseldorf erlebte stimmungsvollen Allerheiligen-Abend

Nordfriedhof in besonderem Licht © LB / Olaf Oidtmann

Nord­fried­hof in beson­de­rem Licht © LB / Olaf Oidtmann

Der Nord­fried­hof zeigte sich am Sonn­tag­abend von einer ganz beson­de­ren Seite. Zu Aller­hei­li­gen hatte die Stadt Düs­sel­dorf den größ­ten Fried­hof der Lan­des­haupt­stadt erneut illu­mi­niert. Far­bige Licht­in­stal­la­tio­nen tauch­ten Bäume, his­to­ri­sche Grab­male und die Kapelle in Rot, Blau und Vio­lett. Zahl­rei­che Besu­cher nutz­ten die Gele­gen­heit, den Fried­hof bei Ein­bruch der Dun­kel­heit auf eine unge­wöhn­li­che Weise zu erleben.

Schon am Nach­mit­tag hatte die Ver­an­stal­tung Besu­cher auf den Nord­fried­hof gelockt. Das Pro­gramm ver­band Erin­ne­rung und Abschied mit Musik, Kul­tur und Infor­ma­tio­nen rund um die Bestat­tungs­kul­tur. Die Illu­mi­na­tion setzte schließ­lich mit Ein­bruch der Dun­kel­heit beson­dere Akzente. Vor allem die ange­strahl­ten Bäume und his­to­ri­schen Grab­stät­ten sorg­ten für ein­drucks­volle Bil­der. Auch die Kapelle und aus­ge­wählte Grab­male wur­den durch die far­bige Beleuch­tung in Szene gesetzt.

Zum Auf­takt hatte es um 13 Uhr eine öku­me­ni­sche Andacht mit Orgel­kon­zert in der Kapelle gege­ben. Ein wei­te­rer Pro­gramm­punkt war die Bil­der­aus­stel­lung mit Lesung der Foto­gra­fin, Jour­na­lis­tin und Autorin Annika Eliane Krause. Unter dem Titel „Hallo und auf Wie­der­se­hen. Frauen in Grenz­gän­gen des Lebens“ beschäf­tigte sie sich mit den Über­gän­gen und Erfah­run­gen des Lebens.

Beson­ders an Fami­lien und Kin­der rich­tete sich das neue Mit­ma­ch­an­ge­bot „Der kleine Abschieds­weg“. An ver­schie­de­nen Sta­tio­nen konn­ten die jun­gen Besu­cher erfah­ren, wel­che Auf­ga­ben Fried­hofs­gärt­ner, Bestat­ter, Stein­metze und die Kir­che über­neh­men. Dabei wurde gebas­telt, gestal­tet und über den Umgang mit Abschied und Trauer gespro­chen. Um 15 Uhr kamen die Betei­lig­ten zu einer sym­bo­li­schen Beer­di­gung zusammen.

Auch musi­ka­lisch wurde eini­ges gebo­ten. Das Duo Mül­ler am Gesang und Mich­alke am Piano prä­sen­tierte Jazz und Pop. Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Clara-Schu­mann-Musik­schule beglei­te­ten die Ver­an­stal­tung an ver­schie­de­nen Stand­or­ten musikalisch.

Ein beson­de­rer Höhe­punkt waren die Taschen­lam­pen­füh­run­gen, die am frü­hen Abend star­te­ten. In klei­nen Grup­pen erkun­de­ten die Teil­neh­mer den his­to­ri­schen Teil des Nord­fried­hofs. Dabei erfuh­ren sie mehr über kunst­voll gestal­tete Grab­stät­ten und bekannte Per­sön­lich­kei­ten, die dort ihre letzte Ruhe­stätte gefun­den haben. In der Kapelle gab es zudem Gele­gen­heit zu Stille und Gebet. Ein musi­ka­li­scher Aus­klang mit Abend­se­gen been­dete das Programm.

Der Nord­fried­hof ist weit mehr als eine Begräb­nis­stätte. Seit sei­ner Eröff­nung vor mehr als 140 Jah­ren hat sich hier ein bedeu­ten­des kul­tur­his­to­ri­sches Ensem­ble ent­wi­ckelt. Grab­mal­kunst aus unter­schied­li­chen Epo­chen steht neben moder­nen Gestal­tungs­ele­men­ten. Nam­hafte Bild­hauer aus dem In- und Aus­land haben ihre Spu­ren hin­ter­las­sen. Die Illu­mi­na­tion machte diese beson­dere Ver­bin­dung aus Geschichte, Natur und Erin­ne­rung am Sonn­tag­abend auf ein­drucks­volle Weise sichtbar.

Die Ver­an­stal­tung zu Aller­hei­li­gen gehört bereits seit 2014 zum fes­ten Pro­gramm der Stadt Düs­sel­dorf. Nach einer pan­de­mie­be­ding­ten Pause und einer zeit­weise ver­än­der­ten Gestal­tung wäh­rend der Ener­gie­krise setzt die Stadt inzwi­schen wie­der auf die far­bige Beleuch­tung. Unter­stützt wurde die Ver­an­stal­tung auch in die­sem Jahr durch pri­vate und gewerb­li­che Spenden.

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