Viele Düsseldorfer Jonges waren gekommen aber auch ein großes Interesse bei der Bevölkerung © Lokalbüro
Im Beisein von OB Dr. Stephan Keller wurde die renovierte Pegeluhr enthüllt © Lokalbüro
Professor h.c. Karl-Heinz Schmäke von der gleichnamigen Kunstgießerei übergab die Gedenktafel für die Rheinpegeluhr Düsseldorf am 17. August 2026. © Lokalbüro

Von Gabriele Schreckenberg

Schon eine halbe Stunde vor der offi­zi­el­len Ein­wei­hung der Rhein­pe­gel­uhr am Man­nes­mann­ufer tum­mel­ten sich am 17. August zur Mit­tags­stunde etwa 70 Men­schen, die es kaum erwar­ten konn­ten, bei der Ein­wei­hung der in die Jahre gekom­me­nen Rhein­pe­gel­uhr dabei zu sein.

1902 wurde die Rhein­pe­gel­uhr genau an die­ser Stelle, ober­halb der Kase­mat­ten, erbaut und hat in 124 Jah­ren viel mit­ge­macht: zwei Welt­kriege und tosen­den Ver­kehr auf der Bun­des­straße 1, der erst vor­bei war, als die Stadt 1993 den Rhein­ufer­tun­nel in Betrieb nahm.

Nun ist die Rhein­pe­gel­uhr, die zwei­fels­ohne zu den Wahr­zei­chen der Stadt gehört, wie­der in Betrieb genom­men wor­den – zur Freude aller und nicht nur derer, die hier einst ihr Ren­dez­vous hatten.

Die Renovierte Pegeluhr © Lokalbüro

Innen und außen in Hoch­form gebracht

Der Baas der Düs­sel­dor­fer Jon­ges, Dr. Rein­hold Hahl­hege, war vol­ler Freude: „Die Rhein­pe­gel­uhr gehört zu Düs­sel­dorf wie der Rhein, und des­halb ist es wich­tig, dass sie instand gesetzt wurde. Sie ist ein gutes Stück Stadtgeschichte.“

Dank groß­zü­gi­ger Spon­so­ren aus den eige­nen Rei­hen der Jon­ges, der Stadt­werke, der Kunst­gie­ße­rei Schmäke, des „Ver­eins zur För­de­rung der wirt­schaft­li­chen Inter­es­sen des Düs­sel­dor­fer Hafens“, der For­tuna Düs­sel­dorf und eini­ger ande­rer ist es gelun­gen, die Rhein­pe­gel­uhr innen und außen zu neuem Glanz zu verhelfen.

Gro­ßer Dank an Maxi­mi­lian Schönauer

Und vor allem Maxi­mi­lian Schö­nauer, Vor­stands­mit­glied der Düs­sel­dor­fer Jon­ges und haupt­be­ruf­lich Archi­tekt, hat viel Zeit in die Restau­rie­rung inves­tiert. Dass auch die betei­lig­ten Ämter der Stadt mit­ge­spielt haben, war ein gutes Zei­chen und brachte das Vor­ha­ben erheb­lich voran.

Jan Huth, Finanz­vor­stand der Stadt­werke Düs­sel­dorf, ließ es sich nicht neh­men, vor der Ein­wei­hung aus­drück­lich zu beto­nen, dass die Stadt­werke nicht nur für Was­ser und Wärme sor­gen, son­dern auch für die Erhal­tung eines sol­chen Wahrzeichens.

Robert Lamers, Vor­sit­zen­der des „Ver­eins zur För­de­rung der wirt­schaft­li­chen Inter­es­sen des Düs­sel­dor­fer Hafens“, war sicht­lich erfreut. „Es war lange klar, dass wir uns an der Restau­rie­rung der Rhein­pe­gel­uhr betei­li­gen müs­sen. Lei­der haben wir heute den nied­rigs­ten jemals gemes­se­nen Pegel­stand im Rhein. Doch wir hof­fen, dass die Rhein­pe­gel­uhr ab sofort wie­der gute Zah­len anzeigt und der Pegel steigt.“

Kann nur ein gutes Omen sein

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler schloss sich den Wor­ten sei­ner Vor­red­ner gern an: „Die Inbe­trieb­nahme heute kann nur ein gutes Omen dafür sein, dass end­lich Regen kommt und der Rhein­pe­gel wie­der ansteigt!“

Beim Hoch­was­ser 1926 zeigte der Rhein einst einen Was­ser­stand von elf Metern. 100 Jahre spä­ter ist die Lage kom­plett anders. Der Rhein­pe­gel zeigt erst­mals sogar einen nega­ti­ven Rekord an. Es kann nur bes­ser wer­den, und so gin­gen viele Augen­paare an die­sem Mit­tag gen Him­mel. Graue Wol­ken ver­spre­chen Hilfe und Regen. „Es muss vor allem im Süden reg­nen, damit er hier ankommt“, fügte Robert Lamers hinzu.

Und Ehren­baas Wolf­gang Rol­s­ho­ven erin­nert sich an sein Tref­fen mit sei­ner ers­ten Freun­din an der Rhein­pe­gel­uhr. Er war 15, sie 14, beide besuch­ten das Ben­ra­ther Schloss­gym­na­sium. Als Jon­ges-Hei­mat­freund Chris­tian Her­ren­dorf 2024 die Restau­rie­rung der Rhein­pe­gel­uhr in den Mit­tel­punkt rückte, konnte Rol­s­ho­ven einen Beschluss bei der Jon­ges-Vor­stands­sit­zung bewir­ken, der schließ­lich am 17. August 2026 umge­setzt wer­den konnte.

Nun zeigt die Rhein­pe­gel­uhr, außen und innen in Hoch­form, wie­der Pegel­stand und Uhr­zeit an.

Pro­fes­sor h.c. Karl-Heinz Schmäke von der gleich­na­mi­gen Kunst­gie­ße­rei über­gab die Gedenk­ta­fel für die Rhein­pe­gel­uhr Düs­sel­dorf am 17. August 2026.