Seite auswählen

Rund 2000 Menschen protestieren in Düsseldorf gegen AfD

Demo vor Schloß Jägerhof gegen AFD © Dirk Schmidt

Demo vor Schloß Jäger­hof gegen AFD © Dirk Schmidt

Eine Ver­an­stal­tung der AfD zur Kul­tur­po­li­tik hat am Mon­tag in Düs­sel­dorf zahl­rei­che Men­schen auf die Straße gebracht. Kul­tur­schaf­fende und Bür­ger pro­tes­tier­ten an meh­re­ren Stel­len der Innen­stadt gegen die Posi­tio­nen der Par­tei. Die Poli­zei beglei­tete den Auf­zug mit einem gro­ßen Aufgebot.

Im Mit­tel­punkt des Abends stand die Frage, wel­chen Stel­len­wert Kunst­frei­heit und kul­tu­relle Viel­falt in einer demo­kra­ti­schen Gesell­schaft haben. Der Düs­sel­dor­fer AfD-Kreis­ver­band hatte einen Rund­gang durch die Innen­stadt orga­ni­siert. Anschlie­ßend sollte der Dort­mun­der Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete Mat­thias Hel­fe­rich im Palais Witt­gen­stein über „Kul­tur­po­li­tik von rechts“ sprechen.

Vor dem Goe­the-Museum ver­sam­mel­ten sich meh­rere Hun­dert Men­schen, um gegen die Ver­an­stal­tung Stel­lung zu bezie­hen. Das Bünd­nis „Düs­sel­dor­fer Kul­tur für Demo­kra­tie“ hatte gemein­sam mit wei­te­ren Initia­ti­ven zu Pro­tes­ten auf­ge­ru­fen. Auch „Düs­sel­dorf stellt sich quer“ und die „Omas gegen Rechts“ betei­lig­ten sich. Mit Rede­bei­trä­gen und künst­le­ri­schen Aktio­nen setz­ten die Teil­neh­mer ein Zei­chen für eine offene und viel­fäl­tige Kulturlandschaft.

Die Kri­tik rich­tete sich unter ande­rem gegen die Vor­stel­lun­gen der AfD zur Kul­tur­för­de­rung und zum Umgang mit der deut­schen Geschichte. Für viele Demons­tran­ten ging es dabei um grund­sätz­li­che Fra­gen: Wel­che Kunst soll öffent­lich geför­dert wer­den? Wo endet poli­ti­sche Ein­fluss­nahme? Und wie lässt sich die Frei­heit kul­tu­rel­ler Ein­rich­tun­gen bewahren?

Der Pro­test blieb nicht auf das Umfeld des Goe­the-Muse­ums beschränkt. Auch am Grab­beplatz und in der Carl­stadt kamen Men­schen zusam­men. Wäh­rend die AfD-Teil­neh­mer ihren Weg zum Palais Witt­gen­stein fort­setz­ten, sicherte die Poli­zei die Route und sperrte zeit­weise Stra­ßen und Zugänge. Als Demons­tran­ten ver­such­ten, den Auf­zug auf­zu­hal­ten, grif­fen Ein­satz­kräfte ein.

Nach Anga­ben der Poli­zei betei­lig­ten sich ins­ge­samt rund 2000 Men­schen an den Pro­tes­ten. Den Ver­lauf des Ein­sat­zes bewer­te­ten die Beam­ten als ins­ge­samt friedlich.

Der Abend zeigte, dass die kul­tur­po­li­ti­schen Posi­tio­nen der AfD in Düs­sel­dorf auf deut­li­chen Wider­spruch sto­ßen. Die Gegen­kund­ge­bun­gen brach­ten unter­schied­li­che Grup­pen aus der Stadt­ge­sell­schaft zusam­men. Ihr gemein­sa­mes Anlie­gen war es, für demo­kra­ti­sche Werte und die Unab­hän­gig­keit von Kunst und Kul­tur einzutreten.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Düsseldorf im Postfach

Die wichtigsten Meldungen aus Düsseldorf direkt in Ihr Postfach.

Newsletter

Kostenlos · jederzeit abbestellbar

Archiv

Internet-Partner