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Kultur setzt Zeichen für Demokratie: Düsseldorfer Institutionen laden vors Goethe-Museum

Schloß Jägerhof © Lokalbüro

Schloß Jäger­hof © Lokalbüro

Unter dem Motto „Düs­sel­dor­fer Kul­tur für Demo­kra­tie“ wol­len meh­rere Düs­sel­dor­fer Kul­tur­in­sti­tu­tio­nen am Mon­tag, 26. Okto­ber, ein gemein­sa­mes Zei­chen set­zen. Von 16.30 bis etwa 17.30 Uhr laden sie zu einem öffent­li­chen Kul­tur­pro­gramm vor dem Goe­the-Museum ein. Der Ein­tritt ist frei.

Musik, Lite­ra­tur und Theater
Auf dem Pro­gramm ste­hen Musik, Lite­ra­tur, Thea­ter und künst­le­ri­sche Inter­ven­tio­nen. Mit dabei sind Künst­le­rin­nen und Künst­ler der Deut­schen Oper am Rhein sowie Ensem­ble­mit­glie­der des Düs­sel­dor­fer Schau­spiel­hau­ses, dar­un­ter Ver­tre­ter des Jun­gen Schau­spiels und des Stadt:Kollektivs. Zu hören sind Texte von Hein­rich Heine, Ber­tolt Brecht, Nelly Sachs und May Ayim sowie Musik von Mozart, Beet­ho­ven, Verdi und wei­te­ren Kom­po­nis­ten. Die Orga­ni­sa­to­ren ver­bin­den dabei Werke aus unter­schied­li­chen Jahr­hun­der­ten, Kul­tu­ren und künst­le­ri­schen Traditionen.

Hinzu kom­men ein Kurz­vor­trag zu Eras­mus von Rot­ter­dam aus der his­to­ri­schen Biblio­thek des Gör­res-Gym­na­si­ums, Aus­züge aus Hei­nes „Deutsch­land. Ein Win­ter­mär­chen“, die Hip-Hop-Oper „The Endz“ und ein Lied von Neşet Ertaş. Gruß­worte spre­chen unter ande­rem der Rat der Künste Düs­sel­dorf und Andreas Kar­lag­anis, Gene­ral­inten­dant des Düs­sel­dor­fer Schauspielhauses.

Frei­heit muss ver­tei­digt werden
Mit der Aktion wol­len die Betei­lig­ten ein Zei­chen für Demo­kra­tie, Viel­falt, die Frei­heit der Kunst und ein welt­of­fe­nes Mit­ein­an­der set­zen. Frei­heit, Tole­ranz und die Ach­tung der Men­schen­würde seien keine Selbst­ver­ständ­lich­kei­ten, heißt es in der Ein­la­dung. Sie müss­ten immer wie­der ver­tei­digt und mit Leben gefüllt wer­den. Als Leit­ge­dan­ken stel­len die Ver­an­stal­ter ein Heine-Zitat voran: Das Herz werde enger, das das Fremd­län­di­sche hasse und nicht mehr Welt­bür­ger, nicht mehr Euro­päer, son­dern nur ein enger Deut­scher sein wolle.

Kunst sei Wider­spruch, Viel­falt und Frei­heit, beto­nen die Orga­ni­sa­to­ren. Sie müsse das Unein­deu­tige aus­hal­ten und sich jeder Ver­ein­nah­mung durch Ideo­lo­gien wider­set­zen. Man stehe für eine leben­dige Demo­kra­tie, in der Unter­schied­lich­keit keine Bedro­hung, son­dern eine Stärke sei, und für eine Kul­tur, die sich selbst­kri­tisch hin­ter­fragt und aus ihrer Geschichte lernt.

Ein­la­dung an alle Düsseldorfer
Ein­ge­la­den sind alle Düs­sel­dor­fe­rin­nen und Düs­sel­dor­fer. Gemein­sam solle ein sicht­ba­res und hör­ba­res Zei­chen für eine demo­kra­ti­sche, viel­fäl­tige und soli­da­ri­sche Stadt­ge­sell­schaft gesetzt werden.

Auf einen Blick
Mon­tag, 26. Okto­ber 2026, 16.30 bis etwa 17.30 Uhr, vor dem Goe­the-Museum Düs­sel­dorf, Ein­tritt frei.

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