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Gen-Z-Protest in Düsseldorf: Rund 1000 Menschen ziehen über die Königsallee

Vom HBF Düsseldorf zog der Protestzug los © Lokalbüro
Über die Kö ging es zum Johannes Rau Platz © Lokalbüro
Auf der Kö standen Wasserwerfer bereit © Lokalbüro

Mit Pla­ka­ten, Fah­nen und laut­star­ken Bot­schaf­ten haben am Sams­tag rund 1000 Men­schen in Düs­sel­dorf gegen die Poli­tik der Bun­des­re­gie­rung demons­triert. Die Teil­neh­mer der Initia­tive „Gen Z regelt“ zogen vom Haupt­bahn­hof über die Königs­al­lee bis zum Johan­nes-Rau-Platz. Die Poli­zei war mit einem Groß­auf­ge­bot im Einsatz.

Schon vor Beginn der Demons­tra­tion war in der Düs­sel­dor­fer Innen­stadt deut­lich zu erken­nen, dass die Poli­zei mit einem grö­ße­ren Ein­satz rech­nete. Was­ser­wer­fer, gepan­zerte Räum­fahr­zeuge und zahl­rei­che Ein­satz­kräfte stan­den bereit. Auch berit­tene Poli­zis­ten beglei­te­ten das Gesche­hen. Ent­lang der Königs­al­lee hat­ten meh­rere Geschäfte ihre Schau­fens­ter vor­sorg­lich mit Holz­plat­ten gesi­chert. Teil­weise waren auch in der Alt­stadt und an der Scha­dow­straße ent­spre­chende Schutz­maß­nah­men zu sehen.

Um 16 Uhr ver­sam­mel­ten sich die ers­ten Teil­neh­mer vor dem Düs­sel­dor­fer Haupt­bahn­hof. Zu Beginn der Auf­takt­kund­ge­bung waren nach ers­ten Ein­schät­zun­gen rund 500 Men­schen vor Ort. Wenig spä­ter setzte sich der Demons­tra­ti­ons­zug mit inzwi­schen etwa 1000 Teil­neh­mern in Bewe­gung. Über die Königs­al­lee ging es anschlie­ßend in Rich­tung Innen­stadt und Alt­stadt. Gegen 17.45 Uhr erreichte der Zug den Johan­nes-Rau-Platz, wo die Abschluss­kund­ge­bung stattfand.

Die Demons­tran­ten mach­ten mit zahl­rei­chen Pla­ka­ten, Trans­pa­ren­ten und Fah­nen auf ihre Anlie­gen auf­merk­sam. Im Mit­tel­punkt stan­den For­de­run­gen nach bes­se­ren Bil­dungs­chan­cen, mehr Kli­ma­schutz, bezahl­ba­rem Leben und einer bes­se­ren Gesund­heits­ver­sor­gung. Auch die geplante Wie­der­ein­füh­rung der Wehr­pflicht und die Auf­rüs­tung waren zen­trale The­men. Auf einem gro­ßen schwar­zen Trans­pa­rent stand: „Gen Z regelt das – Zeit für Wider­stand!“ Ein wei­te­res Ban­ner ver­kün­dete: „Die Rei­chen wol­len Krieg – die Jugend eine Zukunft!“

Die Kri­tik rich­tete sich immer wie­der auch gegen Bun­des­kanz­ler Fried­rich Merz. Auf selbst gestal­te­ten Schil­dern fan­den sich deut­li­che poli­ti­sche Bot­schaf­ten. Einige Teil­neh­mer setz­ten dabei auf unge­wöhn­li­che Kos­tüme und sati­ri­sche Dar­stel­lun­gen. So war unter ande­rem eine Per­son mit einer über­zeich­ne­ten Maske und einem Schild mit der Auf­schrift „Steu­er­topf“ unterwegs.

Die Demons­tra­tion war Teil einer bun­des­wei­ten Pro­test­ak­tion der Initia­tive „Gen Z regelt“, die zeit­gleich in mehr als 30 Städ­ten statt­fand. Neben jun­gen Men­schen betei­lig­ten sich in Düs­sel­dorf auch ältere Demons­tran­ten. Die Ver­an­stal­ter woll­ten mit den Aktio­nen auf ihrer Ansicht nach feh­lende Zukunfts­per­spek­ti­ven für die junge Gene­ra­tion auf­merk­sam machen.

Die Demons­tra­tion blieb trotz der mas­si­ven Poli­zei­prä­senz nach den vor­lie­gen­den Beob­ach­tun­gen fried­lich. Gegen 18.15 Uhr löste sich die Ver­an­stal­tung auf. Wäh­rend des Demons­tra­ti­ons­zugs kam es im Bereich der Königs­al­lee und der angren­zen­den Stra­ßen zeit­weise zu Ein­schrän­kun­gen für den Verkehr.

Aufstellung am HBF © Lokalbüro
Aufstellung am HBF © Lokalbüro

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