Düsseldorf: Polizei zieht Bilanz nach einsatzintensivem Samstag – Pyrotechnik gegen Beamte geworfen

Pyrotechnik gegen Beamte geworfen © LB / Olaf Oidtmann
Mehrere Versammlungen, zahlreiche Polizeikräfte und erhebliche Verkehrsbehinderungen: Der Samstag (31. Oktober) war für die Düsseldorfer Polizei ein arbeitsintensiver Tag. Nach Angaben der Polizei verliefen die Versammlungen grundsätzlich friedlich. Dennoch kam es zu einzelnen Zwischenfällen, bei denen Pyrotechnik eingesetzt wurde. Zudem stellten die Beamten bei Kontrollen mehrere gefährliche Gegenstände sicher.
Mit starken Kräften und Unterstützungseinheiten war die Polizei in der Düsseldorfer Innenstadt präsent. Sie sicherte mehrere angemeldete Versammlungen und sollte die öffentliche Sicherheit gewährleisten. Trotz der umfangreichen Einsatzmaßnahmen kam es zeitweise zu erheblichen Einschränkungen für den Individualverkehr und den öffentlichen Nahverkehr. Mehrere ÖPNV-Linien waren in Teilen der Innenstadt vorübergehend unterbrochen.
Die erste größere Versammlung begann gegen 16 Uhr am Konrad-Adenauer-Platz. Der anschließende Aufzug setzte sich etwa eine halbe Stunde später in Bewegung. In der Spitze beteiligten sich rund 2500 Menschen. Während des Aufzugs wurde ein Polizeibeamter mit Pyrotechnik beworfen. Die Polizei leitete ein Strafverfahren ein.
Gegen 18.10 Uhr wurde die Versammlung nach mehreren Abschlussreden am Johannes-Rau-Platz für beendet erklärt. Dort kam es anschließend zu einem weiteren Zwischenfall: Von der Rheinkniebrücke aus wurde Pyrotechnik auf ehemalige Teilnehmer der Versammlung geworfen. Nach bisherigem Kenntnisstand wurde niemand verletzt. Die Polizei konnte zwei Tatverdächtige identifizieren. Entsprechende Strafanzeigen wurden gefertigt.
Ein weiterer Aufzug führte mit bis zu 160 Teilnehmern von der Friedrich-Ebert-Straße zum Grabbeplatz. Nach Angaben der Polizei verlief diese Versammlung ohne nennenswerte Zwischenfälle.
Im weiteren Verlauf des Einsatzes kontrollierten die Beamten Personen im Umfeld der Versammlungen und stießen dabei auf mehrere gefährliche Gegenstände. An der Neustraße wurde eine Person mit sogenannten Polenböllern und einer Kugelbombe angetroffen. Dabei handelt es sich um professionelle Pyrotechnik. In der Nähe des Landtags entdeckten die Polizisten bei einer weiteren Person ein Messer und eine Gasmaske.
Die Polizei fertigte mehrere Strafanzeigen. Ob die Personen im Zusammenhang mit den zuvor stattgefundenen Versammlungen stehen, ist nach Angaben der Polizei Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Der Polizeieinsatz rund um das weitere Halloween- und Altstadtgeschehen wurde am Samstagabend fortgesetzt. Eine abschließende Bilanz dazu kündigte die Polizei für Sonntag an.