Jude Bellingham © LB / Olaf Oidtmann

Jude Bel­ling­ham © LB / Olaf Oidtmann

 

Sel­ten hat der Medi­en­ha­fen ein sol­ches Auf­ge­bot an Kame­ras, Tri­kots und krei­schen­den Fans erlebt wie an die­sem Wochen­ende. Real Madrid ist zu Gast in Düs­sel­dorf – und wer am Hyatt Regency vor­bei­kam, bekam einen Ein­druck davon, was der Name des spa­ni­schen Rekord­meis­ters auslöst.

Bereits am Sams­tag hat­ten sich Dut­zende Anhän­ger vor dem Hotel­ein­gang pos­tiert, lange bevor die ers­ten Spie­ler über­haupt zu sehen waren. Der Flie­ger aus Madrid, gestar­tet in Bara­jas, setzte nach knapp zwei­ein­halb Stun­den am Düs­sel­dor­fer Air­port auf; von dort brachte ein Bus-Kon­voi die Mann­schaft direkt an den Rhein, ins Hyatt Regency am Medi­en­ha­fen. Wer selbst vor Ort stand, konnte beob­ach­ten, wie die Ankunft bin­nen Minu­ten zum klei­nen Volks­fest wurde: Han­dys wur­den gezückt, Namen geru­fen, Auto­gramm­kar­ten in die Höhe gehalten.

Unter den Spie­lern, die für beson­ders viel Tru­bel sorg­ten, war allen voran Kylian Mbappé – kaum jemand löste ver­gleich­ba­res Krei­schen aus. Auch Jude Bel­ling­ham, Marc Cucu­rella und der deut­sche Natio­nal­spie­ler Anto­nio Rüdi­ger wur­den mit gro­ßem Jubel emp­fan­gen. Ein Bild, das im Gedächt­nis bleibt: Mit­tel­feld­spie­ler Arda Güler, der sich vor der Abreise noch die Zeit nahm, den war­ten­den Fans ein Herz zu formen.

Der Grund für den Zwi­schen­stopp in der Lan­des­haupt­stadt liegt rund 40 Kilo­me­ter wei­ter öst­lich: Am Sonn­tag um 17 Uhr traf Real Madrid in der Gel­sen­kir­che­ner Arena auf den frisch auf­ge­stie­ge­nen FC Schalke 04 – für die Spa­nier das letzte von vier Test­spie­len die­ses Som­mers, für die Königs­blauen die Gene­ral­probe vor dem DFB-Pokal­auf­takt beim Hal­le­schen FC. Die Par­tie fiel zudem mit einem beson­de­ren Datum zusam­men: Die Arena in Gel­sen­kir­chen fei­ert in die­sem Jahr ihr 25-jäh­ri­ges Bestehen.

Trai­ner José Mour­inho, seit Juni wie­der im Amt bei den König­li­chen, kehrte dabei an einen für ihn beson­de­ren Ort zurück: In Gel­sen­kir­chen holte er sich 2004 als Trai­ner des FC Porto im Finale gegen die AS Monaco den Henkelpott.

Wer sich am Sonn­tag­vor­mit­tag noch ein­mal die Chance auf einen Blick auf die Stars erhoffte, wurde nicht ent­täuscht: Als die Mann­schaft aus dem Hotel zu den bereit­ste­hen­den Bus­sen ging, war der Andrang vor dem Hyatt Regency erneut groß. Zwi­schen Sel­fie-Stan­gen und hoch­ge­hal­te­nen Tri­kots ver­ab­schie­dete sich Real Madrid Rich­tung Gel­sen­kir­chen – mit dem Applaus der Düs­sel­dor­fer im Rücken.

Am Abend zeigte sich dann auch sport­lich, warum der Name Real Madrid der­art viele Men­schen anzieht: In der VELTINS-Arena setzte sich der spa­ni­sche Rekord­meis­ter gegen den FC Schalke 04 mit 3:0 durch. Mbappé traf früh zur Füh­rung, Huij­sen erhöhte noch vor der Pause, ehe Ein­wech­sel­spie­ler Espí in der zwei­ten Halb­zeit den End­stand besorgte. Für die Königs­blauen war es damit ein durch­aus wür­di­ger, aber am Ende deut­li­cher letz­ter Här­te­test vor dem Pflicht­spiel­start – für die Madri­le­nen ein gelun­ge­ner Aus­klang eines Wochen­en­des, das in Düs­sel­dorf begon­nen hatte.

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