Das siegreiche Damen-Team aus Kanada bei der Siegerehrung © D.SPORTS/Kenny Beele

- IFAF Flag Foot­ball World Cham­pi­on­ships 2026 16.08.2026 in Düs­sel­dorf — Foto: Kenny Beele

 

Vier Tage lang war Düs­sel­dorf-Garath die Haupt­stadt der Flag-Foot­ball-Welt. Mit der IFAF World Flag 26 ist auf dem Flag-Foot­ball-Kom­plex im Düs­sel­dor­fer Süden nicht nur eine Welt­meis­ter­schaft aus­ge­tra­gen wor­den, son­dern auch ein Mei­len­stein für die olym­pi­sche Zukunft die­ser Sport­art gesetzt wor­den. Rund 20.000 Zuschaue­rin­nen und Zuschauer ver­folg­ten bei som­mer­li­cher Hitze das vier­tä­gige Tur­nier, bei dem 32 Teams aus 19 Natio­nen um die Welt­meis­ter­ti­tel kämpf­ten – und zugleich um erste Tickets für die Olym­pi­schen Som­mer­spiele 2028 in Los Angeles.

Aus­rich­ter der Ver­an­stal­tung waren die Inter­na­tio­nal Fede­ra­tion of Ame­ri­can Foot­ball (IFAF) und D.SPORTS, unter­stützt von der NFL Ger­many, der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf und dem Land Nord­rhein-West­fa­len. Unter den pro­mi­nen­ten Gäs­ten befan­den sich IOC-Prä­si­den­tin Kirsty Coven­try und NFL-Com­mis­sio­ner Roger Goo­dell, die das Finale der Män­ner mit­ver­folg­ten. Dort setzte sich Titel­ver­tei­di­ger USA mit 46:26 gegen Ita­lien durch. Für die Ita­lie­ner bedeu­tete bereits der Halb­fi­nal­sieg gegen Kanada den ent­schei­den­den Erfolg, denn damit war die Olym­pia-Qua­li­fi­ka­tion für Los Ange­les per­fekt – die Ame­ri­ka­ner sind als Gast­ge­ber ohne­hin gesetzt.

Deut­lich enger ging es im Finale der Frauen zu: Erst mit dem letz­ten Spiel­zug fiel die Ent­schei­dung zwi­schen den USA und Kanada. Am Ende jubel­ten die Kana­die­rin­nen über einen 27:20-Erfolg und lös­ten damit die USA als Titel­trä­ger ab. Auch im Spiel um Bronze stand ein Olym­pia-Ticket auf dem Spiel: Mexiko setzte sich gegen Groß­bri­tan­nien durch und zog damit gemein­sam mit Kanada als erste Nation in Rich­tung Los Ange­les 2028.

Aus deut­scher Sicht war vor allem der Auf­tritt der Düs­sel­dorf Fire­cats bemer­kens­wert. Ins­ge­samt sechs Spie­le­rin­nen und Spie­ler des Ver­eins bil­de­ten das größte Kon­tin­gent inner­halb der deut­schen Teams, die beide das Vier­tel­fi­nale erreich­ten. Die deut­schen Män­ner schie­den dort gegen den spä­te­ren Vize­welt­meis­ter Ita­lien aus und beleg­ten am Ende Platz acht. Noch knap­per ver­pass­ten die deut­schen Frauen eine Über­ra­schung: Erst im Vier­tel­fi­nale gegen die USA war für sie End­sta­tion, am Ende stand der fünfte Platz zu Buche.

NRW-Minis­ter­prä­si­dent Hen­drik Wüst wür­digte die Bedeu­tung der Welt­meis­ter­schaft für den Sport­stand­ort Nord­rhein-West­fa­len und ver­wies auf die Bewer­bung Köln­Rhein­Ruhr für die Olym­pi­schen und Para­lym­pi­schen Spiele. Auch Düs­sel­dorfs Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler zog ein posi­ti­ves Fazit und lobte sowohl die sport­li­che Qua­li­tät des Tur­niers als auch die Außen­wir­kung für die Stadt als welt­of­fe­nen Aus­tra­gungs­ort für Groß­ver­an­stal­tun­gen. IFAF-Prä­si­dent Pierre Tro­chet sprach von neuen Maß­stä­ben für inter­na­tio­nale Flag-Foot­ball-Wett­be­werbe und ver­wies auf Rekord­zah­len bei Zuschau­ern und Fernsehreichweite.

Beglei­tet wurde das Tur­nier von meh­re­ren NFL-Clubs, die mit eige­nen Aktio­nen für zusätz­li­ches Foot­ball-Flair abseits der Spiel­fel­der sorg­ten. Die deut­schen Spiele sowie sämt­li­che Medail­len­ent­schei­dun­gen waren im You­Tube-Kanal von D.SPORTS mit deut­schem Kom­men­tar zu ver­fol­gen. Für die welt­weite Über­tra­gung aller Par­tien war Rech­te­inha­ber DAZN zuständig.