Wie Leben retten geht? Einfach machen © Lokalbüro

Wie Leben ret­ten geht? Ein­fach machen © Lokalbüro

 

 

Von Gabriele Schreckenberg

Wie Leben ret­ten geht: Ein­fach machen

Wie Leben ret­ten geht? Ein­fach machen, emp­fiehlt Daniel Was­sen­berg, der stell­ver­tre­tende Geschäfts­füh­rer des Düs­sel­dor­fer Arbei­ter-Sama­ri­ter-Bunds, am 11. August im Henkel-Saal.

Etwa 40 Jon­ges waren der Ein­la­dung gefolgt und konn­ten haut­nah an vier Pup­pen erle­ben, wie ein­fach Erste-Hilfe-Maß­nah­men im Grunde sind. Wenn jemand umfällt – wie soll ich mich ver­hal­ten? Dafür gibt es klare Anwei­sun­gen, die jeder an die­sem Abend mit­neh­men konnte.

Wie genau vorgehen

Ach­ten Sie zuerst auf Ihre eigene Sicher­heit. Dann spre­chen Sie die hilf­lose, am Boden lie­gende Per­son an. Zehn Sekun­den lang hören, füh­len und sehen, ob die Per­son noch atmet. Dann den Kopf über­stre­cken, um die Atem­wege frei­zu­le­gen, und die Per­son in eine sta­bile Sei­ten­lage brin­gen. Wäh­len Sie den Not­ruf 112 und rufen Sie laut um Hilfe.

Zu zweit kann man sich bei der sofort anschlie­ßen­den Herz­druck­mas­sage ablö­sen, die etwa vier Minu­ten lang auf dem kom­plett nack­ten Ober­kör­per unter dem Brust­bein mit gestreck­ten Armen aus­ge­führt wer­den soll. Da ist eine Ablö­sung durch eine zweite Per­son sinn­voll, weil diese Herz­druck­mas­sage kräf­tig und kon­stant aus­ge­führt wer­den soll.

Daniel Was­sen­berg appel­lierte: „Sie kön­nen nichts falsch machen, von daher wer­den Sie sofort aktiv. Bis der Ret­tungs­wa­gen ein­trifft, dau­ert es etwa acht Minu­ten in Düs­sel­dorf. Diese Zeit kön­nen Sie über­brü­cken und Leben retten!“

Wie der AED bedient wird

Der AED ist ein „Auto­ma­ti­sier­ter Exter­ner Defi­bril­la­tor“. Davon gibt es im Stadt­ge­biet etwa 200, in Restau­rants, Ban­ken, Kauf­häu­sern und vor Arzt­pra­xen. Der ein­tref­fende Ret­tungs­dienst hat einen an Bord. Doch es ist gut zu wis­sen, wie ein Laie das Gerät im Not­fall bedie­nen kann. Der Pati­ent liegt am Boden, am bes­ten auf einer fes­ten Unter­lage. Der Ober­kör­per wird kom­plett ent­blößt, Brust­haare wer­den mit einem Rasie­rer ent­fernt. Ein Ein­mal­ra­sie­rer befin­det sich im AED-Kasten.

Dann kle­ben Sie zwei Elek­tro­den auf die Brust: rechts oben und links unten. Sie füh­ren die Herz­druck­mas­sage wei­ter aus. Min­des­tens 100 Kom­pres­sio­nen pro Minute sind nötig, um den Blut­kreis­lauf auf­recht­zu­er­hal­ten. Wenn der AED blinkt, neh­men Sie die Hände vom Pati­en­ten, denn nun wird der elek­tri­sche Schock aus­ge­löst. Der AED ana­ly­siert den Herz­rhyth­mus und spricht mit den Hel­fen­den. Er gibt klare Anwei­sun­gen für das wei­tere Vorgehen.

Seit Sep­tem­ber 2025 gibt es auch die soge­nannte Lebens­ret­ter-App in Düs­sel­dorf. Etwa 1.000 Erst­hel­fer sind inzwi­schen qua­li­fi­ziert und regis­triert. So kön­nen sie zur Ein­satz­stelle geru­fen wer­den und dort Erste Hilfe leis­ten, bis der Ret­tungs­wa­gen eintrifft.

Alle haben an die­sem Abend in drei Stun­den viel gelernt: wie lebens­ret­tende Maß­nah­men geleis­tet wer­den kön­nen und wie wich­tig es ist, schnell ein­zu­grei­fen, um Leben zu retten.